Zwischen Realität und Täuschung

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Illusion nimmt den Leser mit auf eine Reise nach Las Vegas, in die Stadt, in der alles möglich scheint und in der die Grenzen zwischen Wunschdenken und Realität verschwimmen.

Die beiden Hauptcharaktere Stella und Levin könnten unterschiedlicher nicht sein. Stella ist eine junge Frau, die im Waisenhaus großgeworden ist und sich mit Kellnerjobs über Wasser hält. Ihre große Leidenschaft ist das Singen. Als sie eines Tages die Chance erhält, all ihre Träume Wirklichkeit werden zu lassen, klingt es zu schön um wahr zu sein.
Auf der anderen Seite Levin, der in Las Vegas mit seiner eigenen Show auf der großen Bühne steht und ein Leben voller Luxus führt. Er ist Perfektionist und scheint stets die Kontrolle über alles zu haben.

Was Stella noch nicht weiß: Die beiden sind durch ein traumatisches Erlebnis aus ihrer Vergangenheit miteinander verbunden. Und diese Vergangenheit holt die beiden ein. Genau so wie das Schicksal ihrer Vorgängerin Fia in der Show, welches sie auf Schritt und Tritt verfolgt.

Illusion ist ein New Adult Suspense Roman. Im Verlauf der Geschichte kommen sich die beiden Hauptcharaktere näher und es wird viel Zeit darauf verwendet, der Entwicklung ihrer Verbindung und Gefühle Raum zu geben. Dazwischen sind mit der Geschichte rund um Fia auch Suspense- und Thrillerelemente enthalten, die für den ein oder anderen spannenden Moment sorgen.

Leider hat mich die Magie der Illusion nicht so richtig gepackt. Die Autorin hat sich bei ihren Beschreibungen viel Mühe gegeben, aber mir hat an manchen Stellen die Vorstellungskraft gefehlt. Insbesondere was Stellas Talent angeht, konnte ich ihre Stimme und die Gefühle, die sie damit angeblich bei den Zuschauern auslöst, leider nicht spüren.

Auch hat es mir persönlich zu lange gedauert, bis die Geschichte bei der Haupthandlung angekommen ist und Fahrt aufgenommen hat. Über 3/4 des Buches wird viel erzählt und erklärt. Stellas Geschichte, ihre Ankunft in Vegas und ihre ersten Tage dort, wo schließlich ihre Beziehung zu den anderen Personen langsam aufgebaut wird. Hier musste ich mich teilweise dazu durchringen weiter zu lesen, da mir persönlich zu wenig passiert ist und die Handlung eher gemächig vor sich hin geplätschert ist. Die letzten 100 Seiten waren dann deutlich besser, aber diese "Rettung" kam für mich etwas zu spät. Daher nur 3 Sterne.