mystisch wie ein Schleier zwischen Traum und Wirklichkeit

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lila-lavendel Avatar

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Die ersten Zeilen von „Im Bann des Erlkönigs“ ziehen den Leser ab der allerersten Zeile in eine düstere, beinahe greifbare Welt. Man fühlt sich direkt wie in einem Nebel, was ist Traum? was Wirklichkeit? Die Grenzen zwischen unserer Realität und dem Reich der Schatten verschwimmen. Besteht da eine Gefahr?
Gekonnt verwebt die Autorin bereits auf den ersten Seiten moderne Elemente mit den unheilvollen Echos klassischer Sagen, sodass von Beginn an eine zutiefst mystische Atmosphäre in der Luft liegt. Die ersten Seiten vergehen wie im Flug und man möchte unbedingt mehr. Zora fasziniert sofort als eine Heldin, die scheinbar zwischen den Welten wandelt; gezeichnet von der Einsamkeit einer Außenseiterin, die seit ihrer Kindheit Dinge sieht, die den Augen normaler Sterblicher verborgen bleiben. Mina Roths Schreibstil ist dabei so bildhaft und elegant, das sofort Alles vor dem inneren Auge zum Leben erwacht. Dieser gelungene Auftakt weckt das unheimliche Gefühl, selbst in einem Bann gefangen zu sein, und hinterlässt nach nur wenigen Kapiteln den dringenden Wunsch, tiefer in dieses magische Dickicht einzudringen.