Dunkle Sagengestalten

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chacha Avatar

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Schon mein ganzes Leben lang sehe ich düstere Wesen aus alten Sagen. Doch niemand glaubt mir. Auch ich selbst nicht. Bis Fee auftaucht, laut der nur ich ihre Welt retten kann. Dafür muss ich einen Wald aus Knochen finden, wobei ich dem Fürsten der Sagengestalten Silas über den Weg laufe, der mich durch einen missratenen Zauber an die Umbra Academy bringt, wo Magie Macht bedeutet und ich als Mensch absolut nichts verloren habe. Dort treffe ich auf Kilian, Silas‘ Leibgardist, ein geheimnisvoller Kämpfer, von dem ich mich eigentlich fernhalten sollte. Doch ich muss entscheiden, wem ich vertrauen kann und wie viel ich für Fee riskieren will.
Obwohl mich Cover und Farbschnitt des Buches völlig in den „Bann“ gezogen haben, hat mich die Geschichte von Anfang an nicht gecatcht. Sie spielt in Deutschland. Das ergibt aufgrund auftauchender Sagengestalten aus den Grimms Märchen auch durchaus Sinn, dennoch zerstört es für mich irgendwie die Magie bei dem ganzen. Und zudem ist es auch nicht notwendig die Geschichte aufgrund dessen in Deutschland spielen zu lassen, da beispielsweise in „Land Of Stories“ auch viele Figuren der Grimm Märchen mitspielen und die Protagonisten trotzdem aus den USA stammen. Doch das ist nicht mein einziger Kritikpunkt. Der Schreibstil war zwar einfach, hat aber immer wieder Jugendwörter enthalten, was auf mich so wirkte, als wollte man die Geschichte krampfhaft jung wirken lassen. Und auch das hat wieder die magische Atmosphäre völlig zerstört. Zudem blieben die Figuren alle nur ein Schatten ihrer selbst und haben nicht wirklich Charakter gehabt, der sie zum Leben erweckt hätte. Es gab so viele Figuren, dass ich ganz häufig nicht einmal wusste, wer gerade gemeint ist. Dagegen muss ich aber positiv hervorheben, dass man am Ende des Buches ein Glossar findet, in dem alle Namen und Begriffe nochmal erklärt werden. Allerdings hat auch die Handlung für mich keinen Sinn gemacht. Es gab keinen roten Faden, keinerlei aufgebaute Spannung und der „Plottwist“ am Ende kam weder überraschend, noch hat er Sinn ergeben. Ich habe bis jetzt nicht verstanden in welchem Verhältnis die Figuren stehen, die darin verwickelt waren und was ihre Pläne und Absichten sind/waren. Mit dem Erlkönig hatte das ganze Buch wenig zu tun. Ich hatte mir eine mögliche Neuinterpretation der altbekannten Ballade erhofft, allerdings kam der Erlkönig selbst nur zweimal im ganzen Buch vor und hat auch sonst nicht viel zur Handlung beigetragen. Man hätte mit dem Akademie Setting und dem Wald aus Knochen wirklich super eine düstere Atmosphäre erschaffen können, was jedoch durch verschiedene Aspekte unmöglich gemacht wurde. Auch die Symbole auf dem Cover haben zum Großteil keinerlei Bedeutung, was ich mir eigentlich gewünscht hätte. Wichtig zu erwähnen sind auch die zahlreichen Rechtschreib- und Grammatikfehler, die zumindest zum Teil im Lektorat hätten auffallen müssen und meinen Lesefluß sehr gestört haben. Was mir noch gut gefallen hat, waren die Kapitelüberschriften, die einen durchaus neugierig auf den Inhalt des nächsten Kapitels gemacht haben und die Zitate, die am Anfang jedes Kapitels standen. Diese waren häufig aus Schulbüchern der Akademie, was einem einen besseren Einblick in das gegeben hat, was dort gelehrt wird und/oder einem auch etwas mit auf den Weg gegeben haben. Zusammenfassend bin ich mit großen Erwartungen an das Buch herangegangen, die mich leider allesamt enttäuscht haben.