Folklore-Fantasy mit Potenzial und leichten Schwächen
Für mich liegt das Buch bei einer Bewertung von 1-5 Sternen in einem Bereich zwischen 3,5 und 3,75 Sternen, weshalb ich wohlwollend auf 4 Sterne aufrunde :)
Kurzfazit:
Ein interessanter Dilogie-Auftakt, der sich mit seinem Folkloreansatz gegenüber anderen Büchern abhebt, jedoch sein Potenzial nicht voll ausschöpft. Einige Charakterbeziehungen sind aus meiner Sicht ausbaufähig und leider bleibt das Magiesystem zu blass.
Ausführlicheres Feedback:
Das Cover von „Im Bann des Erlkönigs“ finde ich sehr gelungen. Es zieht einen selbst ein wenig in den Bann und mir gefällt, dass es kein x-tes schwarzes Cover ist, sondern dass hier mit einem dunklen Tannengrün gearbeitet wurde. Der Farbschnitt greift das Schwert vom Frontcover filigran und mit weiteren Details auf. Hier wurde viel Liebe in die Gestaltung gelegt und es ist ein optischer Hingucker!
Beim Lesen lag das Buch sehr angenehm in der Hand und die liebevolle Gestaltung von außen lässt sich bei jedem Kapitelanfang wiederfinden. Die Kapitel starten mit kleinen Sprüchen unterschiedlichster Art, die meistens in einem Bezug zum jeweiligen Kapitel stehen, weshalb ich sie immer interessiert las und mir schon beim Lesen Gedanken über die Bedeutung gemacht habe. Diesen Einstieg in die Kapitel habe ich als sehr schön und ansprechend empfunden. Generell kam ich in Bezug auf den Schreibstil schnell in das Buch rein und mochte die Erzählstimme von der Hauptprotagonistin Zora. Ein wenig holprig wurde es, als es um die Einführung der Folklore-Elemente ging. Ich selbst habe gar kein Vorwissen und hier war es manchmal etwas schwer, der Autorin konkret zu folgen, was sie dem Leser gerade zeigen oder worauf sie konkret den Fokus legen möchte. Es fühlte sich für mich an manchen Stellen so an, als würden mir konkret Informationen fehlen, um ganz folgen zu können und so gab es teils brüchige Stellen, an denen der Lesefluss nicht ganz rund war. Ich hätte mir daher gewünscht, dass es neben dem Glossar hinten im Buch, teils ein wenig mehr Erklärung zu den „Wesen“ selbst gegeben hätte: was ihre jeweiligen Kräfte und Besonderheiten sind, wie sie sich von anderen konkret unterscheiden. Mehr Einblicke als ggf. nur eine kurze Benennung und optische Beschreibung hätten es greifbarer gemacht.
Das Thema bietet viel Potenzial und auch viele Entfaltungsmöglichkeiten!
** Achtung - ab hier SPOILER **
Ich konnte beispielsweise der ersten Kampfszene leider nur bedingt folgen und hätte mir dann zumindest im Nachgang ein Gespräch gewünscht, in dem man Silas Art von Kräften vielleicht etwas mehr erläutert bekommt. Auch nach Beendigung des Buchs bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich seine „Kräfte“ verstanden habe und ob das schon alles war. Diese Kritik verbleibt nicht allein auf dem Charakter von Silas, leider fehlten mir allgemein mehr Beschreibungen rund um das Magiesystem bzw. die Welt den Andraunen und die Knotenpunkte.
Während mich die Darstellung und Freundschaft von Zora und Fee emotional sehr berührt hat, konnte ich andere Beziehungen nicht immer ganz nachvollziehen, darunter zählt leider insbesondere das Band zwischen Zora und Killian… zwei Schlüsselszenen waren wunderschön ausgeschrieben und wären für mich eine authentische Basis für die Entstehung von Gefühlen gewesen, aber durch die Briefe waren diese Gefühle schon früher ausgesprochen und so wirkte die Reihenfolge verdreht. Eine schicksalhafte Anziehung war für mich nicht spürbar, sondern wurde lediglich immer nur benannt. Schade!
** SPOILER-Ende **
Gut gefallen hat mir, dass das Buch immer mal wieder Wendungen aufzeigte, und einige Charaktere bis zuletzt mit Fragezeichen verbleiben, hinsichtlich ihrer Beweggründe. So bleibt eine Spannung für den zweiten Teil und gerade nach diesem Ende, möchte man unbedingt eine Auflösung erfahren, was es wohl mit dieser (Vor-)Ahnung/Sehung auf sich hat.
Alles in allem hat das Buch eine gute Grundbasis, die an einigen Stellen ausbaufähig ist. Für mich war das Buch erfrischend, weil es eine andere Thematik als üblich in den Vordergrund gestellt hat und ich mein Herz ein bisschen an Fee verloren habe. Für Band 2 erhoffe ich mir mehr Einblicke in die Magiewelt und die Fähigkeiten, der einzelnen Charaktere. Das ist mir in Band 1 leider zu kurz gekommen, weshalb einige Figuren recht blass wirkten. Dennoch sehe ich hier wie geschildert Potenzial und freue mich auf eine Fortsetzung mit Zora und der Clique. :)
Kurzfazit:
Ein interessanter Dilogie-Auftakt, der sich mit seinem Folkloreansatz gegenüber anderen Büchern abhebt, jedoch sein Potenzial nicht voll ausschöpft. Einige Charakterbeziehungen sind aus meiner Sicht ausbaufähig und leider bleibt das Magiesystem zu blass.
Ausführlicheres Feedback:
Das Cover von „Im Bann des Erlkönigs“ finde ich sehr gelungen. Es zieht einen selbst ein wenig in den Bann und mir gefällt, dass es kein x-tes schwarzes Cover ist, sondern dass hier mit einem dunklen Tannengrün gearbeitet wurde. Der Farbschnitt greift das Schwert vom Frontcover filigran und mit weiteren Details auf. Hier wurde viel Liebe in die Gestaltung gelegt und es ist ein optischer Hingucker!
Beim Lesen lag das Buch sehr angenehm in der Hand und die liebevolle Gestaltung von außen lässt sich bei jedem Kapitelanfang wiederfinden. Die Kapitel starten mit kleinen Sprüchen unterschiedlichster Art, die meistens in einem Bezug zum jeweiligen Kapitel stehen, weshalb ich sie immer interessiert las und mir schon beim Lesen Gedanken über die Bedeutung gemacht habe. Diesen Einstieg in die Kapitel habe ich als sehr schön und ansprechend empfunden. Generell kam ich in Bezug auf den Schreibstil schnell in das Buch rein und mochte die Erzählstimme von der Hauptprotagonistin Zora. Ein wenig holprig wurde es, als es um die Einführung der Folklore-Elemente ging. Ich selbst habe gar kein Vorwissen und hier war es manchmal etwas schwer, der Autorin konkret zu folgen, was sie dem Leser gerade zeigen oder worauf sie konkret den Fokus legen möchte. Es fühlte sich für mich an manchen Stellen so an, als würden mir konkret Informationen fehlen, um ganz folgen zu können und so gab es teils brüchige Stellen, an denen der Lesefluss nicht ganz rund war. Ich hätte mir daher gewünscht, dass es neben dem Glossar hinten im Buch, teils ein wenig mehr Erklärung zu den „Wesen“ selbst gegeben hätte: was ihre jeweiligen Kräfte und Besonderheiten sind, wie sie sich von anderen konkret unterscheiden. Mehr Einblicke als ggf. nur eine kurze Benennung und optische Beschreibung hätten es greifbarer gemacht.
Das Thema bietet viel Potenzial und auch viele Entfaltungsmöglichkeiten!
** Achtung - ab hier SPOILER **
Ich konnte beispielsweise der ersten Kampfszene leider nur bedingt folgen und hätte mir dann zumindest im Nachgang ein Gespräch gewünscht, in dem man Silas Art von Kräften vielleicht etwas mehr erläutert bekommt. Auch nach Beendigung des Buchs bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich seine „Kräfte“ verstanden habe und ob das schon alles war. Diese Kritik verbleibt nicht allein auf dem Charakter von Silas, leider fehlten mir allgemein mehr Beschreibungen rund um das Magiesystem bzw. die Welt den Andraunen und die Knotenpunkte.
Während mich die Darstellung und Freundschaft von Zora und Fee emotional sehr berührt hat, konnte ich andere Beziehungen nicht immer ganz nachvollziehen, darunter zählt leider insbesondere das Band zwischen Zora und Killian… zwei Schlüsselszenen waren wunderschön ausgeschrieben und wären für mich eine authentische Basis für die Entstehung von Gefühlen gewesen, aber durch die Briefe waren diese Gefühle schon früher ausgesprochen und so wirkte die Reihenfolge verdreht. Eine schicksalhafte Anziehung war für mich nicht spürbar, sondern wurde lediglich immer nur benannt. Schade!
** SPOILER-Ende **
Gut gefallen hat mir, dass das Buch immer mal wieder Wendungen aufzeigte, und einige Charaktere bis zuletzt mit Fragezeichen verbleiben, hinsichtlich ihrer Beweggründe. So bleibt eine Spannung für den zweiten Teil und gerade nach diesem Ende, möchte man unbedingt eine Auflösung erfahren, was es wohl mit dieser (Vor-)Ahnung/Sehung auf sich hat.
Alles in allem hat das Buch eine gute Grundbasis, die an einigen Stellen ausbaufähig ist. Für mich war das Buch erfrischend, weil es eine andere Thematik als üblich in den Vordergrund gestellt hat und ich mein Herz ein bisschen an Fee verloren habe. Für Band 2 erhoffe ich mir mehr Einblicke in die Magiewelt und die Fähigkeiten, der einzelnen Charaktere. Das ist mir in Band 1 leider zu kurz gekommen, weshalb einige Figuren recht blass wirkten. Dennoch sehe ich hier wie geschildert Potenzial und freue mich auf eine Fortsetzung mit Zora und der Clique. :)