Man sollte Andraunen (nicht) vertrauen

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eviesk Avatar

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Zora unterscheidet sich von anderen Jugendlichen, denn sie kann düstere Wesen sehen. Sie freundet sich mit einer Fee an und als es dieser immer schlechter geht, will Zora ihr helfen. Dafür muss sie an die Umbra Academy, eine Akademie für Magiewesen. Doch wem kann sie dort trauen?

Das Buch hat einige interessante Figuren, allen voran natürlich die Hauptpersonen. Zora hat das Herz am rechten Fleck und ist bereit, sich für ihre Freunde jeder Gefahr zu stellen. Sie ist mutig und sympathisch. Kilian ist am Anfang distanziert Zora gegenüber, das ändert sich aber recht schnell. Er hat eine liebevolle Seite, und sie bedeutet ihm viel, dennoch bewahrt er einige Geheimnisse vor ihr. Aber auch Silas, Viggo, Mathea und der Erlkönig sind spannende Charaktere.
Die Handlung hat mich gut unterhalten. Zu lesen, wie Zora an die Academy gekommen ist und ihre dortigen Anfänge mitzuverfolgen, ist interessant gewesen. Während dem Lesen merkt man, dass einige Charaktere Geheimnisse haben. Manche werden gelüftet, andere noch nicht. Was mir bei der Geschichte gut gefallen hat, ist, dass Märchen eine Rolle spielen. Die meisten Wesen kommen in der deutschen Folklore vor, was ich faszinierend gefunden habe, weil das nicht so oft der Fall ist. Außerdem ist auch die Magie und die Welt gelungen, denn es gibt mit dem Knochenwald einen spannenden Schauplatz und die verschiedenen Fähigkeiten der Figuren sind interessant gewesen. Am Ende bleibt man mit ein paar offen Fragen zurück, was einen neugierig auf den zweiten Band macht, da man wissen will, wie alles zusammenhängt und in wem man sich vielleicht getäuscht hat und in wem nicht.
An den Schreibstil musste ich mich erst etwas gewöhnen. Am Anfang ist er für mich distanziert gewesen, weshalb ich nicht sofort eine Verbindung zur Protagonistin aufbauen konnte. Doch mit jeder gelesenen Seite ist es besser geworden und letztendlich hat er mir gefallen. Insbesondere die Atmosphäre wird von der Autorin gut rübergebracht.
Ich kann das Buch empfehlen, wenn man Geschichten mit Academy-Setting und facettenreichen Charakteren mag, bei denen man sich immer wieder unsicher ist, ob man ihnen vertrauen kann. Der Folklore-Aspekt ist spannend, genauso wie die Welt.