Zwei Lebensentwürfe parallel gelebt

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schlumeline Avatar

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Antonia führ ein gemeinsames Leben mit ihrem Freund Jakob in der Großstadt. Ihren ländlichen Heimatort hat sie vor vielen Jahren verlassen und ihr Leben ist nun anders. Bis auf den derzeit unerfüllten Kinderwunsch scheint alles richtig.

Doch dann wacht Antonia plötzlich auf in einer fremden Umgebung, auf einem fremden Sofa mit einem Baby an ihrer Seite. Ein anderes Leben in ihrer alten Heimat mit ihrer Jugendliebe Adam als Ehemann und der gemeinsamen Tochter.

Von da an wechselt die Handlung immer hin und her. Antonia erlebt zwei Lebensentwürfe, den einen mit Kind und den anderen ohne und sie wirkt verunsichert. Das ist verständlich.
Das gedachte Szenario aber dient dazu über die unterschiedlichen Lebensentwürfe genauer nachzudenken, sie intensiv zu betrachten. Ist einer davon perfekt oder nicht? Welche Vorteile hat das Leben auf die eine oder andere Weise? Wie ist das Muttersein grundsätzlich? Wie weichen Vorstellung und Realität voneinander ab? Und wie unterschiedlich blickt die Gesellschaft auf Mütter und deren Leben?

Dieser Roman spricht sicher in erster Linie Frauen jüngeren Alters an, und zwar solche, die gerade vor der Frage stehen möchte ich Familie und Kind oder eher nicht und was spricht dafür oder dagegen. Allerdings habe auch ich mich mit meinen 57 Lebensjahren in diesem Buch wiedergefunden. Denn viele der Emotionen, die hier geschildert werden, kenne ich. Und wer hat sich schließlich nicht auch mal gefragt was wäre, wenn er an der einen oder anderen Stelle im Leben eine andere Entscheidung getroffen hätte.

Eine ausgefallene Idee bietet hier die Grundlage über eigene Entscheidungen nachzudenken und bestärkt darin Entscheidungen zu treffen und zu ihnen zu stehen. Denn überall findet sich stets Negatives aber auch Positives.

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