Ein emotionaler Pageturner zwischen toxischer Beziehung und der rettenden Kraft von Freundschaft
--> Bitte beachtet unbedingt die Triggerwarnung des Buches! Die Geschichte behandelt extrem schwere und sensible Themen, die einem nahegehen und psychisch belastend sein können. <--
Band 1 „Und alles zerbricht“ aus der Paper-Hearts-Trilogie habe ich als Hörbuch gehört und kannte somit Milas Vorgeschichte. Ich wollte unbedingt wissen, wie es für Mila weitergeht, ob sich die Erpressung der Luitpolds aufklärt und Mila und Nicolas wieder zueinanderfinden.
Der Einstieg ins Buch fällt leicht, man ist gleich wieder mittendrin in der Geschichte und kann nahtlos ansetzen.
Nachdem Nicolas Mila aufgrund der Erpressung gegen seinen Vater schweren Herzens verlassen musste und Mila (aufgrund eines Missverständnisses bezüglich seiner Ex) von der Liebe enttäuscht ist, katapultiert sie sich unbewusst von einer belastenden Situation direkt ins nächste Unglück.
Auf der After Summer Party lernt die gerade 17-jährige Mila den 25-jährigen Finn kennen. Er ist laut, rebellisch, unangepasst, rücksichtslos. Also ganz anders als Nicolas, über den Mila hinwegkommen möchte. Irgendwie scheint das Verbotene einen Reiz auszumachen, auch wenn Mila sich selbst nicht ganz verstehen kann. Das Ganze entwickelt sich schnell zu einem absoluten Albtraum.
Positiv hervorzuheben ist, dass diese toxische Beziehung an keiner Stelle romantisiert wird. Es wird ungeschönt gezeigt, wie Mila Schritt für Schritt in die Situation hineingerät und auch welche widersprüchlichen Gedanken sie teilweise hat. Sie merkt, dass Finn ihr nicht guttut, und doch geht sie weiter mit ihm aus. Finn nimmt sich rücksichtslos und unsanft, was er will, akzeptiert kein „Nein“ und überspielt seine Übergriffe im Anschluss mit Liebesbekundungen wie „Du bist mein Girl“, „Ich beschütze dich“ oder bringt ihr immer Rosen mit.
Durch den spürbaren autobiografischen Hintergrund der Autorin wirkt das Geschehen erschreckend nahbar. Man sieht Mila in ihr Unglück laufen, möchte sie in den Arm nehmen und ihr zurufen, dass sie auf ihr eigenes Bauchgefühl hören muss.
Das Buch erfordert emotionale Pausen, um das Gelesene zu verarbeiten, erzeugt aber gleichzeitig einen enormen Lesesog. Ein großer Lichtblick ist das starke Netz aus Freundschaften rund um Mila. Ihr Rückzug aus dem gewohnten Umfeld und die Vernachlässigung ihrer Freunde bleiben nicht unbemerkt. So halten ihre Freunde im Hintergrund sowohl in Berlin als auch in der Schweiz zusammen und retten Mila im letzten Moment.
Ich habe Mila von Herzen gewünscht, endlich mit diesem Kapitel abschließen zu können, jedoch endet das Buch mit einem Cliffhanger und macht wahnsinnig neugierig auf Band 3.
Optisch passt das Buchcover perfekt zu Band 1 und greift feine Details der Geschichte auf. Der Farbschnitt mit den kleinen Paperhearts – die schon in Band 1 eine ganz besondere Bedeutung für Mila und Nicolas hatten – ist extrem süß. Als kleines Extra liegt dem Buch eine Faltanleitung für ein Origami-Papierherz bei, mit den für die Reihe bedeutenden Worten „You are enough“.
Ein mutiges, ehrliches und aufrüttelndes Buch, das sensibilisiert und wichtige Aufklärungsarbeit leistet. Es zeigt die Gefahr toxischer Dynamiken ohne Romantisierung, betont die Macht echter Freundschaft und macht Mut. Ich hoffe so sehr auf ein Happy End für Mila im finalen Band. Eine ganz klare Leseempfehlung!
Ein herzliches Dankeschön an den UJU Verlag und Vorablesen für das Rezensionsexemplar! Meine ehrliche Meinung bleibt davon völlig unbeeinflusst.
Band 1 „Und alles zerbricht“ aus der Paper-Hearts-Trilogie habe ich als Hörbuch gehört und kannte somit Milas Vorgeschichte. Ich wollte unbedingt wissen, wie es für Mila weitergeht, ob sich die Erpressung der Luitpolds aufklärt und Mila und Nicolas wieder zueinanderfinden.
Der Einstieg ins Buch fällt leicht, man ist gleich wieder mittendrin in der Geschichte und kann nahtlos ansetzen.
Nachdem Nicolas Mila aufgrund der Erpressung gegen seinen Vater schweren Herzens verlassen musste und Mila (aufgrund eines Missverständnisses bezüglich seiner Ex) von der Liebe enttäuscht ist, katapultiert sie sich unbewusst von einer belastenden Situation direkt ins nächste Unglück.
Auf der After Summer Party lernt die gerade 17-jährige Mila den 25-jährigen Finn kennen. Er ist laut, rebellisch, unangepasst, rücksichtslos. Also ganz anders als Nicolas, über den Mila hinwegkommen möchte. Irgendwie scheint das Verbotene einen Reiz auszumachen, auch wenn Mila sich selbst nicht ganz verstehen kann. Das Ganze entwickelt sich schnell zu einem absoluten Albtraum.
Positiv hervorzuheben ist, dass diese toxische Beziehung an keiner Stelle romantisiert wird. Es wird ungeschönt gezeigt, wie Mila Schritt für Schritt in die Situation hineingerät und auch welche widersprüchlichen Gedanken sie teilweise hat. Sie merkt, dass Finn ihr nicht guttut, und doch geht sie weiter mit ihm aus. Finn nimmt sich rücksichtslos und unsanft, was er will, akzeptiert kein „Nein“ und überspielt seine Übergriffe im Anschluss mit Liebesbekundungen wie „Du bist mein Girl“, „Ich beschütze dich“ oder bringt ihr immer Rosen mit.
Durch den spürbaren autobiografischen Hintergrund der Autorin wirkt das Geschehen erschreckend nahbar. Man sieht Mila in ihr Unglück laufen, möchte sie in den Arm nehmen und ihr zurufen, dass sie auf ihr eigenes Bauchgefühl hören muss.
Das Buch erfordert emotionale Pausen, um das Gelesene zu verarbeiten, erzeugt aber gleichzeitig einen enormen Lesesog. Ein großer Lichtblick ist das starke Netz aus Freundschaften rund um Mila. Ihr Rückzug aus dem gewohnten Umfeld und die Vernachlässigung ihrer Freunde bleiben nicht unbemerkt. So halten ihre Freunde im Hintergrund sowohl in Berlin als auch in der Schweiz zusammen und retten Mila im letzten Moment.
Ich habe Mila von Herzen gewünscht, endlich mit diesem Kapitel abschließen zu können, jedoch endet das Buch mit einem Cliffhanger und macht wahnsinnig neugierig auf Band 3.
Optisch passt das Buchcover perfekt zu Band 1 und greift feine Details der Geschichte auf. Der Farbschnitt mit den kleinen Paperhearts – die schon in Band 1 eine ganz besondere Bedeutung für Mila und Nicolas hatten – ist extrem süß. Als kleines Extra liegt dem Buch eine Faltanleitung für ein Origami-Papierherz bei, mit den für die Reihe bedeutenden Worten „You are enough“.
Ein mutiges, ehrliches und aufrüttelndes Buch, das sensibilisiert und wichtige Aufklärungsarbeit leistet. Es zeigt die Gefahr toxischer Dynamiken ohne Romantisierung, betont die Macht echter Freundschaft und macht Mut. Ich hoffe so sehr auf ein Happy End für Mila im finalen Band. Eine ganz klare Leseempfehlung!
Ein herzliches Dankeschön an den UJU Verlag und Vorablesen für das Rezensionsexemplar! Meine ehrliche Meinung bleibt davon völlig unbeeinflusst.