Herzzerreißend

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julia2304 Avatar

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Emotional, bewegend und definitiv keine leichte Geschichte

Im letzten Moment ist der zweite Band der Paperhearts-Reihe und sollte unbedingt nach dem ersten Teil gelesen werden, da die Geschichte direkt daran anknüpft.

Mila hat die Klinik hinter sich gelassen und versucht, in Zürich wieder Halt zu finden. Doch Nicolas’ plötzliches Verschwinden hinterlässt eine große Lücke. Auf einer Party trifft Mila schließlich jemanden aus ihrer Vergangenheit wieder: Finn, den Bruder von Pauli, ihrer ehemaligen „Feindin“ aus der Klinik. Was zunächst wie eine neue Chance wirkt, entwickelt sich jedoch in eine Richtung, die für Mila immer gefährlicher wird. Finn nutzt den Altersunterschied und das damit verbundene Machtgefälle aus und manipuliert sie zunehmend.

Die Geschichte hat mich unglaublich berührt und emotional sehr mitgenommen. Schon die Triggerwarnung hat angekündigt, dass man Mila während des Lesens am liebsten einfach in den Arm nehmen und ihr sagen möchte, dass alles gut wird – und genau so habe ich mich gefühlt. Mehr als einmal wollte ich sie wachrütteln und ihr sagen, dass sie gut ist und nicht der Fehler in dieser Beziehung.

Besonders gelungen fand ich, dass die schwierigen Themen nicht beschönigt werden. Man spürt sehr deutlich, wie schmerzhaft eine Beziehung werden kann, wenn Vertrauen missbraucht wird und man sich immer weiter selbst verliert. Gleichzeitig zeigt das Buch, wie wichtig Freundschaften in solchen Situationen sind. Gerade Milas Freundinnen, allen voran Juno, sind ein wichtiger Halt für sie – selbst über viele Kilometer hinweg.

Mila wirkt dabei sehr authentisch und ihre Gefühle und Entscheidungen waren für mich nachvollziehbar. Besonders ihre Entwicklung und der Moment, in dem sie langsam erkennt, dass sie etwas verändern muss, haben mich beschäftigt. Auch die Veränderung ihrer Freundschaft zu Juno fand ich sehr interessant, weil deutlich wird, wie sehr Mila sich durch ihre Beziehung verändert und dabei sogar ihre beste Freundin aus den Augen verliert.

Der Schreibstil von Maxine Reuker ist angenehm und flüssig, sodass sich die Geschichte trotz der schweren Themen schnell lesen lässt. Gleichzeitig schafft sie es, eine enorme emotionale Tiefe aufzubauen. Bei mir sind definitiv einige Tränen geflossen.

Im letzten Moment ist keine leichte Geschichte, aber gerade deshalb hat sie mich so berührt. Sie erzählt von Liebe, Vertrauen, Manipulation, den eigenen Grenzen und davon, wie wichtig Menschen sind, die einen auffangen, wenn man selbst nicht mehr weiterweiß.

Sehr emotional, tiefgründig und bewegend – ich habe die Geschichte geliebt und kann sie definitiv weiterempfehlen. Nun bin ich gespannt auf den dritten Teil der Reihe.