Wenn die Sprachlose spricht
Dass Viktorka gleich im Prolog selbst das Wort ergreift und der toten Autorin vorwirft, sie zur wahnsinnigen Kindsmörderin gemacht zu haben, finde ich einen starken Kniff, das dreht die alte Geschichte sofort um. Auch die Parallele zu Elli, die vor der eigenen Mutterschaft und der Flucht aus Tschechien wegläuft, ist geschickt angelegt. Nur der Ton nervt mich schon nach wenigen Seiten, jedes Blatt und jeder Windhauch wird bedeutungsschwanger aufgeladen. Ob das 300 Seiten trägt, bin ich skeptisch.