„An Geschichten bricht der Fluss des Todes“

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Dieser Satz hat mich durch den Roman getragen. Er klingt traurig, schwermütig u d doch aufmunternd. Die Erzählerin erschien mir zu Beginn wie tot - die Tochter ausgezogen. Klar gibt es einen Lebensgefährten- aber sie weiß nicht, wo diese Beziehung steht. Sie ist innerlich wie tot als sie ihr neues Heim mitten im Wald bezieht. Gescheitert an ihren Erwartungen und dann bricht sich das Unerwartete Bahn. Sie stellt sich ihrer Vergangenheit indem sie das Schicksal einer anderen weiblichen Seele recherchiert und kommt Schritt für Schritt zu sich selbst zurück. Bei diesem Buch musste ich mir an und an die Tränen abwischen. Und ihr Schicksal ist kein Einzelfall. So viele Existenzen wurden vom Sozialismus zermalmt, so viele Familien getrennt. Und ganz besonders hat mir zusätzliche der traurigen Grundstimmung, die so gut zur Jahreszeit passt, die poetische Sprache gefallen. Eine Sprache fast wie ein Gedicht oder ein getragenes Lied. Mein Herz hat diese Buch berührt.