Auf den Spuren im Wald

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dimo23 Avatar

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Jarka Kubsova erzählt wieder die Geschichter zweier Frauen.
Die Schrifststellerin Elli begibt sich in ein einsames Haus am Wald, da sie glaubt, durch die Ruhe im Wald zurück in die Kreativität zu finden und sich erhofft, dort fernab von allem und allen etwas Großes schreiben zu können.
In der Einsamkeit geschieht etwas anderes. Eine alte Geschichte aus ihrer Kindheit beginnt in ihr zu arbeiten. Sie begibt sie sich auf die Reise in ihre Vergangenheit und reist in ihr Heimatland Tschechien.
Nahe ihrer eigenen Herkunft erkundet sie dort die Spuren der Autorin Bozena und die Hintergünde zu deren Erzählung über eine geheimnisvolle, junge Frau namens Viktorka, die Anfang des 19. Jahrhunderts alleine im Wald gelebt haben soll.
Zurück aus Tschechien eröffnet Elli eine unfreiwillige Nacht alleine im Wald ihr eine klarere Sichtweise auf die Geschichte Viktorkas und auf ihre eigene Geschichte.

Der neue Roman von Jarka Kubsova hat mit gut gefallen.
Anfangs konnte ich nicht verstehen, wo die Erzählung über die schwer zugängliche Elli hinführt.Ich konnte sie nicht durchschauen und habe die im Mittelteil beschriebene Reise nach Tschechien und deren Auswirkungen teilweise als etwas anstrengend und schwer durchdringbar empfunden.
Das Ende konnte mich jedoch dann versöhnen.
Die Geschichten der beiden Frauen fügen sich zusammen und alles ergibt Sinn.
Die Erlebnisse im Wald und Ellis zweite Reise nach Tschechien bringen Licht in das Leben Viktorkas und in das Leben der Protagonistin.

Der Roman hat mir sehr gut gefallen, auch wenn er mich etwas gefordert hat.
Erst im Nachhinein konnte ich verstehen, dass meine Empfindungen während des Lesens zu dem Aufbau der Erzählung der beiden Frauengeschichten gepasst haben.
Jarka Kubsova hat es geschafft, diese Gefühle in mir zu erzeugen und mich damit den beiden Frauenschicksalen sehr nahe gebracht.
Das ist wieder wunderbar.
Zudem habe ich ihre Sprache und die bildhaften Schilderungen der Natur sehr gemocht.

Ich möchte dieses Buch unbedingt empfehlen, man muss vielleicht im Mittelteil etwas durchhalten, wird aber am Ende versöhnt und belohnt.