Auf den Spuren von Viktorka aus einem tschechischen Märchen
Im Licht des neuen Tages von Jarka Kubsova ist nach Marschlande das zweite Buch der Autorin, das ich gelesen habe. Das wunderschöne Cover passt sehr gut zum Inhalt, denn neben der tschechischen Sagenfigur Viktorka spielt der Wald die Hauptrolle in dem Roman.
Elli ist Schriftstellerin, die gerade in einer Leseflaute steckt. Ihre Tochter Klara ist gerade ausgezogen, und Elli kommt mit der Trennung nur schwer zurecht. Ellis Freund Jan hat das Gefühl, dass Elli ihm Wichtiges aus ihrem Leben vorenthält und ihn auf Distanz hält.
Elli stammt aus Pilsen in Tschechien, als Kind ist sie mit ihren Eltern nach Deutschland gekommen. Sie denkt oft an ihre babička (Tschechisch: Großmutter) zurück, die ihr in Deutschland sehr gefehlt hatte. Bei späteren Besuchen bedauerte sie es sehr, dass ihr Tschechisch immer schlechter wurde. In Deutschland legten ihre Eltern großen Wert darauf, sich anzupassen. „Gutes Deutsch, gutes Kind. Gute Ausländer. Mein Tschechisch wurde unnütz. Eingemottet von der Scham meiner Eltern wanderte es in die hintersten Ecken meines Gedächtnisses, wo es allmählich verstaubte.“ (S. 55)
Das Buch Babička von Božena Němcová kennt in Tschechien jedes Kind, auch Ellis Mutter hatte ihr das Märchen vorgelesen. Elli beschließt, an den Ort zu fahren, wo Babička verfilmt wurde und die sagenumwobene Viktorka gelebt haben soll.
Elli verirrt sich im Wald und trifft eine alte Frau, die ihr Viktorkas Geschichte erzählt. Als junges Mädchen wurde Viktorka von ihren Eltern verstoßen, von da an lebte sie allein im Wald. Der Legende nach soll sie ihr Kind in den Fluss geworfen haben. Elli begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit über Viktorka.
Wow! Was für ein schönes Buch! Es hat mich fasziniert, wie Viktorka es geschafft hatte, ganz allein inmitten der böhmischen Wälder zu überleben. Tiere waren ihre einzigen Gefährten: Ein Rehkitz, ein Fuchs, eine Katze; Pilze, Kräuter und Beeren ihre Nahrung. Von Menschen hatte sie immer nur Grausamkeit erfahren. Die Darstellung des Lebens im Wald ist atmosphärisch und bildhaft.
Ich denke, dass das Buch einige autobiographische Elemente enthält, da die Autorin aus Tschechien stammt. In Elli konnte ich mich gut hineinversetzen, da auch ich meine Kindheit in einem kommunistischen Land verbracht habe. Auch ich habe meine Oma sehr vermisst, und meine Eltern haben sich bemüht, nur noch Deutsch zu sprechen, um nicht als Ausländer aufzufallen.
Von den Märchen der tschechischen Schriftstellerin Němcová ist in Deutschland „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ sehr bekannt, den Film schaue ich mir jedes Jahr in der Weihnachtszeit an. Jetzt kenne ich die Geschichte der Autorin und einer ihrer bekanntesten Figuren. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe fünf Sterne.
Elli ist Schriftstellerin, die gerade in einer Leseflaute steckt. Ihre Tochter Klara ist gerade ausgezogen, und Elli kommt mit der Trennung nur schwer zurecht. Ellis Freund Jan hat das Gefühl, dass Elli ihm Wichtiges aus ihrem Leben vorenthält und ihn auf Distanz hält.
Elli stammt aus Pilsen in Tschechien, als Kind ist sie mit ihren Eltern nach Deutschland gekommen. Sie denkt oft an ihre babička (Tschechisch: Großmutter) zurück, die ihr in Deutschland sehr gefehlt hatte. Bei späteren Besuchen bedauerte sie es sehr, dass ihr Tschechisch immer schlechter wurde. In Deutschland legten ihre Eltern großen Wert darauf, sich anzupassen. „Gutes Deutsch, gutes Kind. Gute Ausländer. Mein Tschechisch wurde unnütz. Eingemottet von der Scham meiner Eltern wanderte es in die hintersten Ecken meines Gedächtnisses, wo es allmählich verstaubte.“ (S. 55)
Das Buch Babička von Božena Němcová kennt in Tschechien jedes Kind, auch Ellis Mutter hatte ihr das Märchen vorgelesen. Elli beschließt, an den Ort zu fahren, wo Babička verfilmt wurde und die sagenumwobene Viktorka gelebt haben soll.
Elli verirrt sich im Wald und trifft eine alte Frau, die ihr Viktorkas Geschichte erzählt. Als junges Mädchen wurde Viktorka von ihren Eltern verstoßen, von da an lebte sie allein im Wald. Der Legende nach soll sie ihr Kind in den Fluss geworfen haben. Elli begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit über Viktorka.
Wow! Was für ein schönes Buch! Es hat mich fasziniert, wie Viktorka es geschafft hatte, ganz allein inmitten der böhmischen Wälder zu überleben. Tiere waren ihre einzigen Gefährten: Ein Rehkitz, ein Fuchs, eine Katze; Pilze, Kräuter und Beeren ihre Nahrung. Von Menschen hatte sie immer nur Grausamkeit erfahren. Die Darstellung des Lebens im Wald ist atmosphärisch und bildhaft.
Ich denke, dass das Buch einige autobiographische Elemente enthält, da die Autorin aus Tschechien stammt. In Elli konnte ich mich gut hineinversetzen, da auch ich meine Kindheit in einem kommunistischen Land verbracht habe. Auch ich habe meine Oma sehr vermisst, und meine Eltern haben sich bemüht, nur noch Deutsch zu sprechen, um nicht als Ausländer aufzufallen.
Von den Märchen der tschechischen Schriftstellerin Němcová ist in Deutschland „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ sehr bekannt, den Film schaue ich mir jedes Jahr in der Weihnachtszeit an. Jetzt kenne ich die Geschichte der Autorin und einer ihrer bekanntesten Figuren. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe fünf Sterne.