Ein Roman wird zum Märchen

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herbstrose Avatar

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Eine Schreibblockade und Beziehungsprobleme sind der Anlass, dass sich die Schriftstellerin Elli Hajek in ein altes Häuschen mitten im Wald zurückzieht. Dort verbringt sie die Tage mit Nachdenken und erinnert sich plötzlich wieder an ihre verstorbene Großmutter, die ihr damals ein Märchen erzählte. Es war geschrieben von Bozena Nemcova, einer tschechischen Schriftstellerin, und handelte von Viktorka, einer jungen Frau, die von der Gesellschaft ausgestoßen allein im Wald lebte. Als Elli entdeckt, dass Viktorka tatsächlich gelebt haben soll, begibt sie sich Hals über Kopf auf eine abenteuerliche Reise in die böhmischen Wälder, um den Spuren Viktorkas zu folgen. Ab hier wird das Geschehen immer verworrener, die Grenzen zwischen Realität und Märchen verschwimmen, Gegenwart und Vergangenheit vermischen sich, Elli kann zwischen Traum und Wirklichkeit nicht mehr unterscheiden – und selbst der Wald in Böhmen wird plötzlich zum Wald hinter ihrem kleinen Haus …
Jarka Kubsova, geb. 1977 in Pilsen (Tschechoslowakei), ist eine deutsche Schriftstellerin. Seit der Flucht ihrer Familie in Jahr 1987 aus der Tschechoslowakei nach Deutschland lebt sie hier. In Hamburg studierte sie Sozialökonomie und Soziologie und arbeitete, bevor sie Romane schrieb, als Ghostwriterin, Co-Autorin von Sachbüchern und als Journalistin. Nach „Bergland“ (2021) und „Marschlande“ (2023) ist „Im Licht des neuen Tages“ (2026 Verlag S.FISCHER) ihr dritter Roman. Jarka Kubsova ist Mutter eines Sohnes und lebt heute in Hamburg.
Titel und Cover waren für mich der Anlass, dieses Buch zu lesen, doch leider wurde ich enttäuscht. Zwar gab es einige schöne Naturbeschreibungen, besonders des Waldes, doch der Geschichte fehlte es an Spannung. Ellis Erinnerungen und Erlebnisse wurden mit dem Märchen von Viktorka, das eigentlich nur nacherzählt wurde, immer wieder vermischt. Beide Erzählebenen sind in Ich-Form geschrieben, sodass ich oftmals nicht mehr unterscheiden konnte, ob ich gerade über Ellis oder Viktorkas Erlebnisse bzw. Erinnerungen lese. Leider konnte ich der Handlung nur mühsam folgen, da diese zeitlich verwirrend oft hin und her springt und auch das seltsame Gebaren von Elli, der Hauptperson des Romans, war für mich nicht nachvollziehbar. Interessant und spannend geschrieben jedoch empfand ich Ellis Flucht als Kind mit ihrer Familie nach Österreich, daher erhält die Geschichte von mich noch wohlwollende drei Sterne.