Märchenhaft!

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katzenminze Avatar

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Für Ellie könnte ein neuer Lebensabschnitt beginnen, doch alles scheint zu stagnieren. Sie vermisst ihre Tochter, die zum studieren ausgezogen ist und offenbar Abstand braucht, die Arbeit an ihrem Roman steckt fest und ihren Partner stößt sie vor den Kopf, als sie, statt endlich mit ihm zusammenzuziehen, ein einsames Haus im Wald pachtet. Allein.

Statt dort wie geplant zu schreiben, muss Ellie ständig an ihre tschechiche Großmutter denken und an die Märchen, die diese ihr immer erzählt hat. Besonders eine Geschichte - ebenfalls mit dem Namen "Babička", Großmutter - geht ihr nicht aus dem Kopf. Sowohl die Autorin, als auch Viktorka, eine Nebenfigur in der "Babička", ziehen sie so in den Bann, dass sie nach Jahren wieder nach Tschechien fährt um zu recherchieren. Und dort kommt sie mehr auf die Spur, als nur einer Romanfigur.

Ich habe diesen Roman unheimlich gerne gelesen. Jarka Kubsova schreibt gleichzeitig so mitreißend, einfühlsam und märchenhaft, dass ich das Buch gar nicht aus der Hand legen wollte.

Ich mochte das leise Verschwimmen von Wahrheit und Fiktion, die große Naturliebe und die dezenten Ausflügen in den magischen Realismus. Auch fand ich beide Handlungsstränge sehr ausgewogen. Einmal die Auseinandersetzung Ellies mit ihrer eigenen Vergangenheit und die Recherche zu Viktorka, die in der breiten Öffentlichkeit so leicht als verrückte Frau und potelzielle Kindsmörderin abgestempelt wurde, obwohl viel mehr dahintersteckt.

"Im Licht des neuen Tages" ist ein wundervoller, leiser, märchenhafter und berührender Roman, der mich ganz in seinen Bann gezogen hat. Unbedingte Leseempfehlung!