Märchenhafte Reise durch die Tschechische Geschichte

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„Alles strömte in mein Herz, in mein ganzes Herz, das frei und groß und fühlend war, als wäre eine Spange davon abgefallen; ein eiserner Vorhang“

Elli, eine mittelalte Autorin, befindet sich in einer Schreibblockade und begibt sich in eine abgelegt Waldhütte um ihren Roman zu vollenden. Abgelegen von der Zivilisation, ihrem fürsorglichen Partner Jan und ihrer bereits ausgezogenen Tochter Klara, wird sie erinnert an Viktorka - eine tschechische Märchenfigur, die ebenfalls abseits der Gesellschaft im Wald gehaust haben soll. Elli weiß, dass diese Figur auf einer realen Person basiert und begibt sich auf die Suche nach ihrem wahren Schicksal. Auf dieser Reise muss Elli sich jedoch ihrem eigenen Schicksal stellen.

Jarka Kubsova schafft es, in ihrem neuen Roman „Im Licht des neuen Tages“ auf absolut abwechslungsreiche Weise ein Stück tschechische Geschichte anhand von Märchen zu transportieren. Wir begleiten eine Figur, die sich entfremdet von sich selbst und ihrer eigenen Familiengeschichte in eine Märchenwelt flüchtet und fast schon obsessiv Viktorka hinterher jagt. Dabei lernen wir reichlich über das tschechisches Kulturgut der Märchen, über ausgestoßene Frauen und ihr Leiden am Rande der Gesellschaft, aber eben auch viel über die tschechische Vergangenheit zu Zeiten des Ostblocks und damit einhergehende Traumata. Eine wunderbare Symbiose zwischen zauberhaft und ernst, erzählt aus der Sicht einer sehr authentischen Frauenfigur!