Spurensuche in Tschechien

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frauatze Avatar

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Vorab, ich habe beide vorherigen Bücher von Jarka Kubsova gelesen und beide sehr geliebt. Deshalb war ich äußerst gespannt und vorfreudig auf ihr neues Buch.
Ich gebe zu, dass ich über weite Teile bis zur Mitte des Buches den roten Faden gesucht habe.
Da war die Protagonistin und Autorin Elli, die
in Tschechien geboren wurde aber nun in Deutschland lebt. Ich habe hier immer Kubsova vor meinen Augen gesehen und mich gefragt, wie autobiografisch dieses Bauch eigentlich ist. Wahrscheinlich hat auch diese Überlegung mich so verwirrt.
Elli hat neben einer Schreibblockade eine Beziehungs- und Sinnkrise, die Tochter ist ausgezogen und Elli damit überfordert. Daneben wird von Viktorka erzählt, die real in Tschechien gelebt hat und zur Märchenfigur in einer berühmten Erzählung der tschechischen Autorin Bozena Nemzova wurde. Allerdings wird ihr Leben dort ganz anders dargestellt.
Am Ende haben sich die ziemlich losen Erzählstränge für mich gut zu einem Ganzen entwickelt und mir war klar, dass Jarka Kubsova diese Geschichte der berühmten Nemzova unbedingt erzählen wollte.
Leider ist das durch die unglückselige Elli und deren Geschichte nicht ganz geglückt.
Die Beschreibungen der Natur und der Zeit, als Viktorka im Wald lebt, waren stark und haben zum Nachdenken angeregt, insgesamt hat das Buch für mich leider nicht die Stärke der beiden Vorgänger.