Zwei Leben im Wald

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teammary Avatar

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Zuerst lernen wir Elli Hajek kennen. Sie ist Schriftstellerin und ist gerade in eine Hütte im Wald gezogen, um sich besser auf ihr Schreiben konzentrieren zu können. Ausgelöst durch den Umzug denkt sie an Viktorka zurück, eine Figur aus den Geschichten ihrer Großmutter, die es jedoch wirklich gegeben haben soll. Aus für mich nicht gänzlich nachvollziehbaren Gründen möchte sie sich auf einmal mehr mit Viktorka und ihrer Geschichte beschäftigen und sie fängt an zu recherchieren - dazu reist sie auch nach Tschechien. Dort kommt auch Elli ursprünglich her. Und so verwebt Jarka Kubsova die Leben von Elli Hajek und Viktorka und die Leserin erfährt nach und nach sowohl etwas über die Fluchtgeschichte von Ellis Familie als auch über Viktorkas Leben in den tschechischen Wäldern.
Sprachlich hat mir der Roman wieder sehr gut gefallen. Schlicht, aber sehr nah an den Figuren und gerade die Naturbeschreibungen stechen hervor. In Marschlande waren für mich allerdings die Figuren authentischer und ihre Entscheidungen und Zusammenhänge nachvollziehbarer. Am Ende ist mir die Faszination von Elli für Viktorka und der Zusammenhang zu ihrem eigenen Leben immer noch fremd geblieben.