Zwischen Märchen und Wahrheit
Nachdem mich die beiden vorherigen Bücher von Jarka Kubsova sehr begeistert haben, waren meine Erwartungen an „Im Licht des neuen Tages“ entsprechend hoch. Leider konnte mich der Roman dieses Mal nicht ganz so überzeugen.
Gerade in der ersten Hälfte fiel mir das Lesen überraschend schwer. Die Geschichte empfand ich als sehr schleppend und stellenweise verwirrend, und lange Zeit habe ich nach einem roten Faden gesucht. Vor allem die Rahmengeschichte rund um die Autorin Elli, die sich in einer persönlichen und kreativen Krise befindet und nach Tschechien reist, konnte mich emotional kaum erreichen. Ihre Gedanken und ihre Geschichte blieben für mich über weite Strecken eher auf Distanz.
Ganz anders erging es mir mit Viktoria. Ihre Geschichte entwickelt sich zunächst ebenfalls langsam, konnte mich aber etwa ab der Hälfte des Buches immer mehr packen. Besonders spannend fand ich die Auseinandersetzung damit, wie aus einem realen Menschen im Laufe der Zeit eine beinahe märchenhafte Figur werden kann und wie sehr sich Wahrheit und Erzählung dabei voneinander entfernen. Je mehr Raum Viktorias Geschichte einnahm, desto stärker wurde für mich auch der Roman.
Sehr gefallen hat mir außerdem Kubsovas Sprache. Sie ist teilweise fast märchenhaft und hat etwas Entrücktes, ohne dabei unangenehm ausschweifend zu werden. Besonders die Naturbeschreibungen und die Szenen rund um den Wald erzeugen eine ganz eigene Atmosphäre und passen wunderbar zu den Motiven des Romans.
3,5 von 5 Sternen
Am Ende greifen die verschiedenen Ebenen zwar deutlich besser ineinander und ich konnte nachvollziehen, was Jarka Kubsova mit der Geschichte erzählen wollte. Trotzdem hat mich die Verbindung zwischen Elli und Viktoria nicht vollkommen überzeugt. Dafür blieb mir Ellis Handlung zu blass und nahm gleichzeitig zu viel Raum ein.
„Im Licht des neuen Tages“ ist für mich daher ein Roman, bei dem es sich durchaus lohnt, dranzubleiben, der aber Geduld verlangt. Die Geschichte um Viktoria und die märchenhafte Atmosphäre haben mich letztlich versöhnt, insgesamt fand ich Kubsovas beide vorherigen Bücher jedoch deutlich stärker.
Gerade in der ersten Hälfte fiel mir das Lesen überraschend schwer. Die Geschichte empfand ich als sehr schleppend und stellenweise verwirrend, und lange Zeit habe ich nach einem roten Faden gesucht. Vor allem die Rahmengeschichte rund um die Autorin Elli, die sich in einer persönlichen und kreativen Krise befindet und nach Tschechien reist, konnte mich emotional kaum erreichen. Ihre Gedanken und ihre Geschichte blieben für mich über weite Strecken eher auf Distanz.
Ganz anders erging es mir mit Viktoria. Ihre Geschichte entwickelt sich zunächst ebenfalls langsam, konnte mich aber etwa ab der Hälfte des Buches immer mehr packen. Besonders spannend fand ich die Auseinandersetzung damit, wie aus einem realen Menschen im Laufe der Zeit eine beinahe märchenhafte Figur werden kann und wie sehr sich Wahrheit und Erzählung dabei voneinander entfernen. Je mehr Raum Viktorias Geschichte einnahm, desto stärker wurde für mich auch der Roman.
Sehr gefallen hat mir außerdem Kubsovas Sprache. Sie ist teilweise fast märchenhaft und hat etwas Entrücktes, ohne dabei unangenehm ausschweifend zu werden. Besonders die Naturbeschreibungen und die Szenen rund um den Wald erzeugen eine ganz eigene Atmosphäre und passen wunderbar zu den Motiven des Romans.
3,5 von 5 Sternen
Am Ende greifen die verschiedenen Ebenen zwar deutlich besser ineinander und ich konnte nachvollziehen, was Jarka Kubsova mit der Geschichte erzählen wollte. Trotzdem hat mich die Verbindung zwischen Elli und Viktoria nicht vollkommen überzeugt. Dafür blieb mir Ellis Handlung zu blass und nahm gleichzeitig zu viel Raum ein.
„Im Licht des neuen Tages“ ist für mich daher ein Roman, bei dem es sich durchaus lohnt, dranzubleiben, der aber Geduld verlangt. Die Geschichte um Viktoria und die märchenhafte Atmosphäre haben mich letztlich versöhnt, insgesamt fand ich Kubsovas beide vorherigen Bücher jedoch deutlich stärker.