Im Auge des Adlers

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elefantracer Avatar

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Ein Skandal um den Bundeskanzler geistert durch die Medien. Als eben dieser auf mysteriöse Weise verschwindet, sehen sich die BKA-Beamten vor mehr als einem Rätsel. Das Netz um diesen Fall ist zudem mit nichtberuflichen Verbindungen gespickt und wird von Stunde zu Stunde größer.

Obwohl "Der Morgen" seit einiger Zeit in meinem Bücherregal wartet, bin ich mit diesem Band eingestiegen. Dadurch hab ich den Anfang des Buches über auch noch Hintergrundinformationen gesammelt. Mich haben Story und Charaktere selbstredend an einige TV-Serien erinnert, die ich in den letzten 30+ Jahren in selbigem gesammelt habe. Der eigenwillige Protagonist, der gesetzte Grenzen mal mehr, mal weniger galant sprengt, irgendwie immer ein Gespür für die richtige Fährte hat und natürlich mit seiner Kollegin regelmäßig in Disput gerät, obwohl sie sich eigentlich immer den Rücken freihalten (wollen). Ich fand Art Mayer hier in großen Teilen sehr sympathisch und facettenreich, dass es sicher ein Leichtes ist zu glauben, die Grenzen zwischen Recht und Unrecht würden verwischen. Allerdings fand ich manche Abläufe für mein Gusto von Thrillern dieser Art zu weit hergeholt, als dass ich durchgängig munter weiter mein Popcorn suchten konnte.

Die Komplexität des Falls und Verstrickungen haben durchaus ihren Reiz gehabt, hätten aber meines Erachtens mit etwas weniger auch viel erreichen können.

Verweise zu vermutlich vorherigen Bänden, waren weitestgehend gut verständlich und insgesamt hat die Geschichte auch das Interesse gefördert, in der Vergangenheit bzw. Zukunft der Story zu forschen.

Gelungener Politthriller mit kleinen Abzügen in der R-Note. :D