Starker Thriller, wenn auch minimal schwächer als die vorherigen Bände

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Jedes Jahr freue ich mich auf den Release eines neuen Marc Raabe Thrillers. Vor allem die Reihe um Art Mayer gehört zu meinen absoluten Favoriten und bescherte mir bereits viele spannende Lesestunden. Der nunmehr 4. Band "Im Morgengrauen" bildet da keine Ausnahme. Der Autor gehört mit seinem einnehmenden Schreibstil einfach zu den besten im Thriller-Genre - auch, weil es ihm trotz der hohen Seitenzahl gelingt, die Spannung von Anfang bis Ende konstant zu halten. Bei Thrillern ist dies wahrlich eine Kunst!

Art Mayer und Nele Tschaikowski vom BKA gehören für mich mittlerweile fast schon zur Familie. Neben einem fesselnden Plot rund um das Verschwinden des Bundeskanzlers Henrik Westphal und den Aufsehen erregenden Videos der mysteriösen Kessy X, stehen auch immer wieder private Sorgen und Probleme des ungleichen Ermittler-Duos im Fokus.

Meiner Meinung nach sollte man die Vorgänger unbedingt gelesen haben, um die Hintergründe gänzlich verstehen zu können. Einige Rezensenten schrieben von dem Finale dieser Reihe. Ich hoffe doch sehr, dies war nicht der letzte Fall für Art und Nele, auch weil ich mir sehr einen Abschluss hinsichtlich Arts Privatleben, bzw. seiner Beziehung zu Jugendliebe Juli, wünschen würde.

Im Gegensatz zu den vorherigen Bänden empfand ich "Im Morgengrauen" minimal schwächer. Mir persönlich war die Story um Kessy X und dem Bundeskanzler doch etwas zu weit hergeholt. Die Ermittlungsarbeit wird hingegen wieder überaus fesselnd beschrieben. Marc Raabe versteht es, immer wieder falsche Fährten zu legen, sodass eine unerwartete Wendung die nächste jagt.

Zwar kein Highlight, dennoch ein starker Thriller - atmosphärisch und packend - der auch Dank der wechselnden Perspektiven und Zeitebenen durch ein hohes Erzähltempo besticht.