Wenn alle schlafen
Simone Weinmann entwirft eine Welt, in der die Menschheit den Winter verschläft, und wirft ihre Erzählerin Isa mitten in der Kälte allein aus dem Schlaf. Die Beschreibung der eisigen Wohnung, des stillen Partners und der quälenden Einsamkeit ist beklemmend und kühl-präzise erzählt. Besonders stark ist die leise Dystopie, die sich nur in Nebensätzen offenbart. Ein ungewöhnlicher, atmosphärischer Auftakt, der lange nachhallt.