Bedrückend

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queenhedy Avatar

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Der Roman "Im Winterschlaf besuche ich den Mars" von Simone Weinmann ist schwierig zu beschreiben. Erst mal zum Inhalt: In der nicht allzu fernen Zukunft hat die Menschheit es geschafft, die Erde so zu ruinieren, dass auch für uns der Winterschlaf eingeführt wurde, schließlich kann man dadurch wertvolle Ressourcen sparen. Doch die Protagonistin Isa erwacht frühzeitig und wird in ein Hotel mit Ihresgleichen gebracht. Dort verbringt sie ihre Zeit mit Simulationen, in denen sie den Mars besuchen kann und anderen Erwachten, die die ein oder andere Theorie über das Hotel haben.
Müsste ich den Roman mit einem Wort beschreiben, wäre dieses "bedrückend". Man fühlt sich mit Isa im Hotel eingesperrt, eingeschränkt in den Handlungsoptionen und weiß selbst nicht mehr als Isa und das ist sehr wenig, denn sie hat keinen Kontakt nach außen - klar, die Verwandten sollten auch schlafen. Dieses Gefühl, diese Unsicherheit wird von der Autorin perfekt festgehalten. Man spürt zwar keine direkte Panik, weil irgendetwas Lebensbedrohendes passieren wird, aber man bemerkt eine Unsicherheit, die einen mulmig fühlen lässt.
Der Roman ist sicher nicht einer, der eine schnelle Handlung und Action bietet, der Spannungsbogen beruht eher auf Atmosphäre als auf Überraschungsmomenten, aber genau das macht ihn am Ende aus.