Einmaliges Setting
Das Buch "Im Winterschlaf besuche ich den Mars" von Simone Weinmann handelt, so verrückt es auch klingt, genau davon was der Titel verspricht. In einer dystopischen Zukunft hat eine politische KI zum sparen von Ressourcen einen verpflichtenden Winterschlaf für die Menschheit eingeführt. Entgegen aller Wahrscheinlichkeit wacht die Protagonistin Isa aber aus ihrem Winterschlaf auf und muss in ein ödes Hotel für "Vorzeitig Erwachte". Vor lauter Langeweile stürzt sie sich in ein Neurospiel, quasi ein KI generiertes Gedankenexperiment im eigenen Kopf, dass sich aber wie reales Erleben anfühlt. Dieses findet auf dem Mars statt.
Das Setting war unglaublich kreativ und wirklich einmalig. Die jeweiligen Orte waren atmosphärisch und bildlich beschrieben, sodass man sich gut in die jeweiligen Situationen hineinfühlen konnte. Dies ist auch wichtig, da der Roman sonst eine eher unterschwellige Handlung hat. Es werden subtil Fragen zu Ethik, künstlicher Intelligenz und Nachhaltigkeit eingestreut, einen Spannungsbogen gibt es aber nicht. Für mich persönlich hat das aber gut zur allgemein eher bedrückenden Stimmung des Buches gepasst. Einige Zitate aus der Geschichte haben mich auch länger beschäftigt und wären in einem fast-paced Roman wahrscheinlich untergegangen. Trotzdem hätte ich es spannend gefunden, wenn die Handlung noch etwas tiefer in die aufgezeigten Problematiken eingetaucht wäre. Potenzial dafür wäre nämlich definitiv vorhanden gewesen.
Ich würde das Buch für Leute empfehlen, die gerne ein paar Gedankenexperimente zur Ethik von KI machen möchten und dabei aber einen schön geschriebenen Roman lesen wollen anstatt ein Sachbuch.
Das Setting war unglaublich kreativ und wirklich einmalig. Die jeweiligen Orte waren atmosphärisch und bildlich beschrieben, sodass man sich gut in die jeweiligen Situationen hineinfühlen konnte. Dies ist auch wichtig, da der Roman sonst eine eher unterschwellige Handlung hat. Es werden subtil Fragen zu Ethik, künstlicher Intelligenz und Nachhaltigkeit eingestreut, einen Spannungsbogen gibt es aber nicht. Für mich persönlich hat das aber gut zur allgemein eher bedrückenden Stimmung des Buches gepasst. Einige Zitate aus der Geschichte haben mich auch länger beschäftigt und wären in einem fast-paced Roman wahrscheinlich untergegangen. Trotzdem hätte ich es spannend gefunden, wenn die Handlung noch etwas tiefer in die aufgezeigten Problematiken eingetaucht wäre. Potenzial dafür wäre nämlich definitiv vorhanden gewesen.
Ich würde das Buch für Leute empfehlen, die gerne ein paar Gedankenexperimente zur Ethik von KI machen möchten und dabei aber einen schön geschriebenen Roman lesen wollen anstatt ein Sachbuch.