Immersiv
Dies ist das erste Buch, das ich von Simone Weinmann gelesen habe. Die Prämisse des Romans und die Leseprobe haben mich direkt angesprochen. Insbesondere auch, da zahlreiche Handlungselemente oder Elemente des Worldbuildings auch aktuelle Themen des Zeitgeschehens aufgreifen (KI, Ressourcenverknappung, Klimwandel).
Isa ist eine junge Frau, die in Weinmanns Dystopievorstellung lebt. "Die große KI" entscheidet anstelle von Politikern - angeblich zum Wohle aller. Die große KI hat auch entschieden, die Menschen in den jährlichen Winterschlaf zu schicken und den Menschen so den Winter zu stehlen. Daher ist es für Isa eine schwierige Erfahrung, zu früh zu erwachen und aus ihrer Umgebung herausgerissen zu werden. Sie muss bis zum regulären Erwachen ihre Zeit in einem Hotel mit anderen zu früh Erwachten verbringen. In diesem Aufeinandertreffen von Isa und den weiteren Charakteren liegt meiner Meinung nach die Stärke des Romans. Generationen und Weltanschauungen (vertraust du der großen KI? ist der Winterschlaf wirklich für alle gut?) prallen gegeneinander. Dabei fühlt man sich dank des großartigen Schreibstils, als würde man sich noch in einer Art Halbschlaf befinden und langsam Stück für Stück erwachen. Dies insbesondere, da sich Isa immer mehr in ihren Neurospiel verliert und ihre Zeit lieber auf dem Mars/in ihren Gedanken als in der Wirklichkeit verbringt. Innerhalb dieser "Spielsequenzen" nimmt die Handlung rasant Fahrt auf und bietet einige Abenteuerelemente, die ich nicht erwartet hätte.
Einer Kritik, die ich auch in anderen Rezensionen bereits gelesen habe, möchte ich mich anschließen: Das Worldbuilding gefällt mir grundsätzlich sehr gut (es war auch der Hauptgrund, warum ich das Buch unbedingt lesen wollte). Allerdings bleibt doch viel (vielleicht zu viel?) offen. Nicht mal Isa darf man voll umfänglich kennen lernen. Dies finde ich sehr schade.
Trotzdem erhält der Roman eine hohe Bewertung von mir. Ich habe ihn innerhalb weniger Tage gelesen und bin regelrecht in der Welt versunken. Die eben kritisierten Lücken sind mir erst nach der Lektüre aufgefallen.
Isa ist eine junge Frau, die in Weinmanns Dystopievorstellung lebt. "Die große KI" entscheidet anstelle von Politikern - angeblich zum Wohle aller. Die große KI hat auch entschieden, die Menschen in den jährlichen Winterschlaf zu schicken und den Menschen so den Winter zu stehlen. Daher ist es für Isa eine schwierige Erfahrung, zu früh zu erwachen und aus ihrer Umgebung herausgerissen zu werden. Sie muss bis zum regulären Erwachen ihre Zeit in einem Hotel mit anderen zu früh Erwachten verbringen. In diesem Aufeinandertreffen von Isa und den weiteren Charakteren liegt meiner Meinung nach die Stärke des Romans. Generationen und Weltanschauungen (vertraust du der großen KI? ist der Winterschlaf wirklich für alle gut?) prallen gegeneinander. Dabei fühlt man sich dank des großartigen Schreibstils, als würde man sich noch in einer Art Halbschlaf befinden und langsam Stück für Stück erwachen. Dies insbesondere, da sich Isa immer mehr in ihren Neurospiel verliert und ihre Zeit lieber auf dem Mars/in ihren Gedanken als in der Wirklichkeit verbringt. Innerhalb dieser "Spielsequenzen" nimmt die Handlung rasant Fahrt auf und bietet einige Abenteuerelemente, die ich nicht erwartet hätte.
Einer Kritik, die ich auch in anderen Rezensionen bereits gelesen habe, möchte ich mich anschließen: Das Worldbuilding gefällt mir grundsätzlich sehr gut (es war auch der Hauptgrund, warum ich das Buch unbedingt lesen wollte). Allerdings bleibt doch viel (vielleicht zu viel?) offen. Nicht mal Isa darf man voll umfänglich kennen lernen. Dies finde ich sehr schade.
Trotzdem erhält der Roman eine hohe Bewertung von mir. Ich habe ihn innerhalb weniger Tage gelesen und bin regelrecht in der Welt versunken. Die eben kritisierten Lücken sind mir erst nach der Lektüre aufgefallen.