Im Winterschlaf besuche ich den Mars – Simone Weinmann
Eine recht eigenwillige Dystopie, die mich gut unterhalten hat.
Seit Jahren verbringen die nördlichen Länder das Winterhalbjahr im Winterschlaf. Plausible Gründe dafür gibt es, wie ich finde auch angemessen erklärt. Nun gibt es ein paar wenige, die aus irgendwelchen Gründen vorzeitig erwachen und die restliche Zeit in einem Hotel verbringen müssen. Unter ihnen unsere Protagonistin Isa. Um sich die Langeweile zu vertreiben, vertreibt sie sich ihre Zeit mehr und mehr mit Neurospielen. Auch das scheint aus heutiger Sicht bereits gar nicht mehr so abwegig. Allerdings beginnt dieses Spiel ein Eigenleben zu entwickeln. Auch in der Realität passieren auffällige Dinge.
Dieses Setting hat mich sehr fasziniert. Hilfreich ist sicherlich die sehr eingängige Sprache, die ein Eintauchen in die Geschichte sehr erleichtert. Als Leser ist man auch mit dem Inhalt ausreichend gefordert, denn es ist nicht Simone Weinmanns Art, alles haarklein zu erklären. Vielmehr muss man sich die Zusammenhänge und Hintergründe aus vielen kleinen Puzzlestücken selbst zusammensetzen. Das hat mich hier aber nicht gestört.
Vielleicht hätte der doch recht komplex angelegte Roman ein paar Seiten mehr vertragen. Mag sein, wäre sicher klasse geworden, aber auch diese recht knappe und reduzierte Form finde ich passend. Denn es steckt so viel zwischen den Zeilen, so viele große Fragen der Menschheit, die hier kaum ausgesprochen werden, aber immer im Geschehen stecken, die jeder sich selbst beantworten muss. Dabei geht es in erster Linie um Rolle und Macht künstlicher Intelligenz.
Es ist Weinmanns Kunst, auf geringem Platz eine hochkomplexe Geschichte zu erzählen, deren moralische Fragestellungen man sich Kraft Fantasie und Lebenserfahrung in gewisser Weise selbst erarbeiten muss.
Mich hat dieser Roman sehr zum Nachdenken angeregt.
Dafür 5 Sterne.
Eine recht eigenwillige Dystopie, die mich gut unterhalten hat.
Seit Jahren verbringen die nördlichen Länder das Winterhalbjahr im Winterschlaf. Plausible Gründe dafür gibt es, wie ich finde auch angemessen erklärt. Nun gibt es ein paar wenige, die aus irgendwelchen Gründen vorzeitig erwachen und die restliche Zeit in einem Hotel verbringen müssen. Unter ihnen unsere Protagonistin Isa. Um sich die Langeweile zu vertreiben, vertreibt sie sich ihre Zeit mehr und mehr mit Neurospielen. Auch das scheint aus heutiger Sicht bereits gar nicht mehr so abwegig. Allerdings beginnt dieses Spiel ein Eigenleben zu entwickeln. Auch in der Realität passieren auffällige Dinge.
Dieses Setting hat mich sehr fasziniert. Hilfreich ist sicherlich die sehr eingängige Sprache, die ein Eintauchen in die Geschichte sehr erleichtert. Als Leser ist man auch mit dem Inhalt ausreichend gefordert, denn es ist nicht Simone Weinmanns Art, alles haarklein zu erklären. Vielmehr muss man sich die Zusammenhänge und Hintergründe aus vielen kleinen Puzzlestücken selbst zusammensetzen. Das hat mich hier aber nicht gestört.
Vielleicht hätte der doch recht komplex angelegte Roman ein paar Seiten mehr vertragen. Mag sein, wäre sicher klasse geworden, aber auch diese recht knappe und reduzierte Form finde ich passend. Denn es steckt so viel zwischen den Zeilen, so viele große Fragen der Menschheit, die hier kaum ausgesprochen werden, aber immer im Geschehen stecken, die jeder sich selbst beantworten muss. Dabei geht es in erster Linie um Rolle und Macht künstlicher Intelligenz.
Es ist Weinmanns Kunst, auf geringem Platz eine hochkomplexe Geschichte zu erzählen, deren moralische Fragestellungen man sich Kraft Fantasie und Lebenserfahrung in gewisser Weise selbst erarbeiten muss.
Mich hat dieser Roman sehr zum Nachdenken angeregt.
Dafür 5 Sterne.