Winterschlaflos
Die Menschen der nördlichen Welthalbkugel befinden sich zu Energiesparzwecken in einem künstlichen Winterschlaf. Es ist Anfang Februar, als Isa zu früh erwacht und nicht mehr einschlafen kann. Sie wird in ein trostlos anmutendes Hotel gebracht und trifft dort auf eine Handvoll Personen, die ebenfalls nicht mehr zurück in den Winterschlaf gefunden haben. Aus Tristesse und Langeweile verliert sie sich immer mehr in einer virtuellen Simulation, in der sie den Mars besucht - solange, bis Spiel und Realität verschwimmen.
Im Winterschlaf besuche ich den Mars von Simone Weinmann ist ein ungewöhnlicher Roman, eine Zukunftsvision, die tatsächlich nicht ganz unrealistisch wirkt. Eine große KI anstelle einer Regierung, ein halbjährlicher Winterschlaf um Ressourcen zu schonen, Genmanipulation, und ein Computerspiel, das sich ziemlich real anfühlt. All das ist für mich sehr gut vorstellbar. Gleichzeitig schafft die Autorin eine bedrückende Atmosphäre. Das Hotel wirkt trist und darf nicht verlassen werden, das Essen schmeckt nicht, Isas Freunde und Familie sind aufgrund des Winterschlafs nicht erreichbar. Dazu kommt das unterschwellige Gefühl einer Bedrohung. Das Szenario ist gut umgesetzt, allerdings fehlt mir insgesamt etwas die Handlung. Stattdessen erhält man sehr ausführliche Einblicke in die Gedankenwelt der Protagonistin. Dass sie, wie in der Buchbeschreibung angekündigt über sich hinauswachsen und entscheiden muss, wie sie leben will, fehlt mir dabei irgendwie. Ein Auflehnen ist gerade zum Schluss so versteckt, dass man es fast überliest.
Insgesamt konnte mich diese ruhige Dystopie mit viel Introspektive trotz packender Grundstimmung am Ende nicht ganz überzeugen. Deshalb vergebe ich 3 Sterne.
Im Winterschlaf besuche ich den Mars von Simone Weinmann ist ein ungewöhnlicher Roman, eine Zukunftsvision, die tatsächlich nicht ganz unrealistisch wirkt. Eine große KI anstelle einer Regierung, ein halbjährlicher Winterschlaf um Ressourcen zu schonen, Genmanipulation, und ein Computerspiel, das sich ziemlich real anfühlt. All das ist für mich sehr gut vorstellbar. Gleichzeitig schafft die Autorin eine bedrückende Atmosphäre. Das Hotel wirkt trist und darf nicht verlassen werden, das Essen schmeckt nicht, Isas Freunde und Familie sind aufgrund des Winterschlafs nicht erreichbar. Dazu kommt das unterschwellige Gefühl einer Bedrohung. Das Szenario ist gut umgesetzt, allerdings fehlt mir insgesamt etwas die Handlung. Stattdessen erhält man sehr ausführliche Einblicke in die Gedankenwelt der Protagonistin. Dass sie, wie in der Buchbeschreibung angekündigt über sich hinauswachsen und entscheiden muss, wie sie leben will, fehlt mir dabei irgendwie. Ein Auflehnen ist gerade zum Schluss so versteckt, dass man es fast überliest.
Insgesamt konnte mich diese ruhige Dystopie mit viel Introspektive trotz packender Grundstimmung am Ende nicht ganz überzeugen. Deshalb vergebe ich 3 Sterne.