Hat mich überraschend gepackt.
Was für ein erstaunliches Buch.
Ich war überrascht, dass die Protagonistin bereits 25 ist, getippt hatte ich auf eine Jugendliche. Das macht es wesentlich interessanter, da sie potentiell mehr aus der Perspektive einer Frau denn eines Kindes heraus handeln wird, wenn sie erst einmal so weit ist. Zuerst liest es sich tatsächlich anders.
Jara - erzogen zu unbedingtem Gehorsam und Konformismus - tut, was von ihr verlangt wird und ihre Mutter will: die Anführerin einer erbarmungslosen, misandrischen, matriarchalisch organisierten und kämpferischen Gesellschaft.
Dabei wirkt sie mental eher kindlich und kämpft mit ihren, in dieser Welt verbotenen und unterdrückten, Gefühlen, die immer mehr die Oberhand zu gewinnen scheinen.
Ich empfinde die Erzählung als sehr facettenreich mit einem überzeugenden und prägnanten Schreibstil. Jara's innerer Kampf ist gut spürbar, die Hervorhebung ihrer zweifelnden inneren Stimme durch kursive Passagen finde ich sehr gelungen. Jara, die zu Härte, Dominanz und Exzellenz erzogen wurde, sich gleichzeitig aber, über sich selbst verwirrt, zunehmend der Sehnsucht nach einer innigen Beziehung zu ihrer Mutter, überhaupt einem Zugang zu ihren Gefühlen, bewusst wird und am Vergleich mit ihrer Freundin Tohru immer deutlicher mit ihren Defiziten konfrontiert; und ihrer Andersartigkeit, die ein sehr spannendes Stilmittel ist - denn tatsächlich scheint ja gerade dieses Erleben paradox in ihrer auf Konformismus ausgelegten Umgebung. Der inneren Stimme zu folgen, die einem zuflüstert, dass das Gewohnte sich nicht richtig anfühlt, auch wenn es mit aller Macht erzwungen wird, ist inspirierend mutig. Ein wirklich interessant gezeichneter Charakter mit vielen Kontrasten und einem Entwicklungspotential, das mich neugierig macht, zumal diesen Kampf sicher viele von uns nachfühlen können und Imperia eine ordentliche Portion Empowerment erwarten lässt.
Meistens sprechen Farbschnitte und allzu blumige Cover mich nicht sehr an, dieses finde ich aber ausgesprochen gelungen. Der wirklich nahtlose Übergang zum Schnitt, die etwas versteckte Fleur-de-lis, oder Madonnenlilie - ein Symbol für Weiblichkeit, Monarchie, Keuschheit oder auch Schönheit, Würde und Orientierung. Wunderbar symbolträchtig. Ich bin gespannt, was es da bei Inaugenscheinnahme noch für Details zu entdecken gibt.
Ich war überrascht, dass die Protagonistin bereits 25 ist, getippt hatte ich auf eine Jugendliche. Das macht es wesentlich interessanter, da sie potentiell mehr aus der Perspektive einer Frau denn eines Kindes heraus handeln wird, wenn sie erst einmal so weit ist. Zuerst liest es sich tatsächlich anders.
Jara - erzogen zu unbedingtem Gehorsam und Konformismus - tut, was von ihr verlangt wird und ihre Mutter will: die Anführerin einer erbarmungslosen, misandrischen, matriarchalisch organisierten und kämpferischen Gesellschaft.
Dabei wirkt sie mental eher kindlich und kämpft mit ihren, in dieser Welt verbotenen und unterdrückten, Gefühlen, die immer mehr die Oberhand zu gewinnen scheinen.
Ich empfinde die Erzählung als sehr facettenreich mit einem überzeugenden und prägnanten Schreibstil. Jara's innerer Kampf ist gut spürbar, die Hervorhebung ihrer zweifelnden inneren Stimme durch kursive Passagen finde ich sehr gelungen. Jara, die zu Härte, Dominanz und Exzellenz erzogen wurde, sich gleichzeitig aber, über sich selbst verwirrt, zunehmend der Sehnsucht nach einer innigen Beziehung zu ihrer Mutter, überhaupt einem Zugang zu ihren Gefühlen, bewusst wird und am Vergleich mit ihrer Freundin Tohru immer deutlicher mit ihren Defiziten konfrontiert; und ihrer Andersartigkeit, die ein sehr spannendes Stilmittel ist - denn tatsächlich scheint ja gerade dieses Erleben paradox in ihrer auf Konformismus ausgelegten Umgebung. Der inneren Stimme zu folgen, die einem zuflüstert, dass das Gewohnte sich nicht richtig anfühlt, auch wenn es mit aller Macht erzwungen wird, ist inspirierend mutig. Ein wirklich interessant gezeichneter Charakter mit vielen Kontrasten und einem Entwicklungspotential, das mich neugierig macht, zumal diesen Kampf sicher viele von uns nachfühlen können und Imperia eine ordentliche Portion Empowerment erwarten lässt.
Meistens sprechen Farbschnitte und allzu blumige Cover mich nicht sehr an, dieses finde ich aber ausgesprochen gelungen. Der wirklich nahtlose Übergang zum Schnitt, die etwas versteckte Fleur-de-lis, oder Madonnenlilie - ein Symbol für Weiblichkeit, Monarchie, Keuschheit oder auch Schönheit, Würde und Orientierung. Wunderbar symbolträchtig. Ich bin gespannt, was es da bei Inaugenscheinnahme noch für Details zu entdecken gibt.