Spannende Dystopie mit starken Ideen und kleinen Schwächen

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sarah1612 Avatar

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Imperia – you let fire in überzeugt vor allem durch seine starke Grundidee und die emotionale Entwicklung der Hauptfigur. Die dystopische Welt, in der Jara aufwächst, ist interessant aufgebaut und wird mit klaren Gegensätzen zwischen Ordnung, Kontrolle und Freiheit beschrieben. Besonders die Atmosphäre außerhalb der Mauern hebt sich positiv hervor und sorgt für viele eindrucksvolle Momente.
Der Schreibstil ist insgesamt flüssig und gut lesbar, stellenweise jedoch etwas ausführlich, was das Tempo der Handlung zwischendurch verlangsamt. Einige Szenen hätten für meinen Geschmack gestrafft werden können, da sich bestimmte Gedanken oder Beschreibungen wiederholen. Gleichzeitig gibt es aber auch sehr starke Passagen, in denen Emotionen und innere Konflikte authentisch und berührend dargestellt werden.
Jara ist eine interessante Protagonistin, deren innere Zerrissenheit zwischen Loyalität, Angst und dem Wunsch nach Freiheit gut nachvollziehbar ist. Auch die Nebenfiguren bringen spannende Impulse in die Geschichte, wenngleich nicht alle gleichermaßen tief ausgearbeitet sind. Das zentrale Thema von Wahrheit, Liebe und Selbstbestimmung wird überzeugend transportiert und regt zum Nachdenken an.
Das Cover passt hervorragend zur Geschichte und unterstreicht die Mischung aus Härte und Hoffnung, die sich durch den Roman zieht. Insgesamt ist Imperia – you let fire in ein gelungener Auftakt mit viel Potenzial, der trotz kleiner Schwächen fesselt und neugierig auf die weitere Entwicklung macht. Fans von dystopischer Fantasy mit emotionalem Fokus können dem Buch definitiv eine Chance geben.