Glaube, Liebe, Hoffnung

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urmeli Avatar

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Der Winter 1946 in Hamburg ist extrem kalt, die Häuser zerbombt und der Wiederaufbau gestaltet sich schwierig. Wer wenigstens ein Dach über dem Kopf hat kann sich glücklich schätzen. So wie die ehemalige Volksschauspielerin Friede Wahrlich, die in ihren Keller den Teenager Gert aufgenommen hat. Seine Eltern leben nicht mehr, doch er hofft noch auf ein Wiedersehen mit seiner kleinen Schwester Barbara. Kurz danach wird auch die junge elternlose Gisela in diese Wohngemeinschaft aufgenommen. Friede beschließt, ihr Haus auszubauen und eine Pension zu eröffnen. Lulu zieht ein, Ludwig, der als Schwuler den Hass von Vater und Brüdern auf sich zog und Robert, der beim Aufbau half. Nicht nur ihre Untermieter schleppen Probleme und Sorgen mit sich, auch sie selbst denkt immer noch an Viktor, den sie einst liebte und nicht half als er als Jude deportiert wurde. Sie alle hoffen auf das Wiedersehen mit Angehörigen von den sie hoffen, dass sie den Krieg überlebt haben und dabei entwickeln sich neue Freundschaften und Liebesbeziehungen.
Der Roman schildert den Wiederaufbau in einer zerstörten Stadt. Gut recherchiert und interessant geschrieben, für meinen Geschmack nur zu sehr weichgespült und zu viel Happy End, die wirklichen Gräuel der Kriegszeit werden nur am Rande erwähnt.