Hamburg-Roman im Nachkriegsdeutschland - Empfehlenswert

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gucci Avatar

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​Leider habe ich nicht gleich nach dem Zuklappen des Buches meinen Leseeindruck verfasst. So kann ich jedoch rückblickend sagen, dass ich das Buch losgelassen habe und es mich nicht länger beschäftigt hat. Schon allein durch den Status Einzelroman weiß man "Auserzählt, das war´s" und geht nicht die Bindung ein wie bei Carmen Korns Trilogie und Dilogie. Besonders an die Trllogie denke ich immer wieder gern zurück und empfehle sie weiter.

Die aktuelle Erzählung ist wieder wunderbar gelungen und es war schön, dass Carmen Korn nach der Pause doch noch einmal ein neues Buch verfasst hat. Ihr Durchbruch als Schriftstellerin kam im höheren Lebensalter und so müssen wir Leser dankbar sein, dass sie die Schreibarbeit noch einmal auf sich genommen hat. Sich und den Lesern zuliebe, bestimmt nicht aus finanziellen Gründen.

Ich mochte die Schicksalsgemeinschaft und wie man diese intensiv über einen längeren Zeitraum begleitet. Dies beherrscht Carmen Korn einfach. Dieser Roman spielt in Hamburg, ihrer Heimatstadt und er erzählt mir zwar nichts Neues, noch nie Gelesenes, aber Carmen Korn unterhält mich mit ihrer Erzählung sehr gut. Sie berichtet in ihrer wunderbaren Art von Personen, die "aufgestanden aus Ruinen" ihren Weg im Nachkriegsdeutschland suchen und wieder zu einem persönlichen Erleben kommen.

Ein Roman der leisen Tönen und erneut gute Unterhaltung.