Konnte mich leider nicht so begeistern wie die Vorgänger

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kristina_al Avatar

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Als langjährige Leserin von Carmen Korns Romanen habe ich mich sehr auf „In den Scherben das Licht“ gefreut.
Bisher hat mich wirklich jedes ihrer Bücher überzeugen können. Umso bedauerlicher ist es für mich, dass mich ihr neuer Roman diesmal nicht wirklich erreichen konnte.

Im Keller der ehemaligen Schauspielerin Friede treffen die jungen Leute Gert und Gisela aufeinander und versuchen, den Alltag im Hungerwinter 1946 zu meistern. Im stark zerstörten Hamburg ist das ein wahrer Kraftakt, doch zusammen schaffen sie es, sich den Herausforderungen zu stellen.

Der Roman beginnt mit dem Kennenlernen der drei Hauptfiguren und es fällt leicht, in die Handlung hineinzukommen.
Dann häufen sich allerdings die Perspektivwechsel, was meinen Lesefluss ziemlich gestört hat, da ich mich immer wieder kurz neu orientieren musste.
Hinzu kommt, dass mir der Zugang zu den Charakteren überraschend schwerfiel. Normalerweise gelingt es Carmen Korn mühelos, ihren Figuren Leben einzuhauchen. In diesem Buch jedoch empfand ich die Schreibweise stellenweise als zu trocken und distanziert, sodass ich keine wirkliche Bindung zu den Protagonisten entwickeln konnte.

„In den Scherben, das Licht“ reicht meiner Meinung nach nicht an die Stärke ihrer bisherigen Romane heran, allerdings bin ich davon überzeugt, dass es Leser gibt, die einen besseren Zugang zum Buch finden.