Ein tief berührender Blick in das Vergessen

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Die Leseprobe zu Emma Clines neuem Roman „In die Schweiz“ entfaltet von der ersten Seite an einen unbändigen Sog. Da ich selbst gerade die Pflege meiner demenzkranken Mutter übernommen habe, berührt und interessiert mich diese Geschichte ganz besonders.

Emma Cline schildert auf meisterhafte Weise, wie es David dabei geht, seinen Verstand zu verlieren. Dieser präzise Blick auf die innere Auflösung des Protagonisten ist schmerzhaft, aber faszinierend ehrlich. Während die Gegenwart für David zu einem Rätsel wird, drängen Bruchstücke der Vergangenheit in sein Bewusstsein. Das wirft die drängende Frage auf, was von einem Menschen am Ende übrig bleibt.

Auch das atmosphärische Cover passt perfekt zu dieser melancholischen Geschichte. Dass sich der Mann auf dem Bild aufzulösen scheint, symbolisiert Davids Zustand auf eine ebenso schöne wie traurige Weise. Ich möchte David unbedingt auf diesem schweren Weg begleiten und das ganze Buch lesen!