Bedrückende Faszination
Das Cover allein war für mich persönlich nicht direkt ansprechend, da ich aber schon zwei großartige Romane der Autorin gelesen habe, musste ich mich mit „In die Schweiz“ natürlich auch beschäftigen.
Wie auch die anderen Bücher, die ich bereits von der Autorin kenne, ist „In die Schweiz“ (auch in der für mich den Vibe der Geschichte gut einfangenden Übersetzung) sprachlich herausragend. Der Roman handelt von einem alten Mann, der von stärker werdender Demenz geplagt in die Schweiz reist, um dort Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. Auf seiner letzten Reise trifft sich David dabei mit seinen Familienmitgliedern und Freunden. Ich habe keinen vollständigen Zugang David gefunden, weil seine Vergangenheit an vielen Stellen ein Geheimnis bleibt, bzw. vieles versteckt und im Subtext angedeutet bleibt. Das macht den Hauptcharakter und den Text allerdings auch faszinierend. Es muss nicht alles auserzählt werden, um viel zu erzählen, wodurch sich die sprachliche Stärke dieses Romans offenbart. Dass David sterben wird, ist von Anfang an klar und wir als Lesende begleiten ihn auf diesem letzten Weg. Die Stimmung, die hier herrscht, ist dabei dementsprechend eine deprimierende. Mir gefällt, dass trotz des Themas der Sterbehilfe hier keine Diskussionen über dessen Legitimität oder moralische Fragen aufkommen, sondern der Roman sich eher an seinem Hauptcharakter orientiert, eine Charakterstudie eines Menschen ist, welcher als jemand erscheint, der vieles bereut, vielleicht nicht immer die richtige Abzweigung genommen hat, und so mit all seinen Problemen und Ecken und Kanten eine wirklich interessant geschrieben Figur ist. Emma Cline hat hier wieder ein großartiges Werk zu Papier gebracht, das viele Denkanstöße gibt.
Wie auch die anderen Bücher, die ich bereits von der Autorin kenne, ist „In die Schweiz“ (auch in der für mich den Vibe der Geschichte gut einfangenden Übersetzung) sprachlich herausragend. Der Roman handelt von einem alten Mann, der von stärker werdender Demenz geplagt in die Schweiz reist, um dort Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. Auf seiner letzten Reise trifft sich David dabei mit seinen Familienmitgliedern und Freunden. Ich habe keinen vollständigen Zugang David gefunden, weil seine Vergangenheit an vielen Stellen ein Geheimnis bleibt, bzw. vieles versteckt und im Subtext angedeutet bleibt. Das macht den Hauptcharakter und den Text allerdings auch faszinierend. Es muss nicht alles auserzählt werden, um viel zu erzählen, wodurch sich die sprachliche Stärke dieses Romans offenbart. Dass David sterben wird, ist von Anfang an klar und wir als Lesende begleiten ihn auf diesem letzten Weg. Die Stimmung, die hier herrscht, ist dabei dementsprechend eine deprimierende. Mir gefällt, dass trotz des Themas der Sterbehilfe hier keine Diskussionen über dessen Legitimität oder moralische Fragen aufkommen, sondern der Roman sich eher an seinem Hauptcharakter orientiert, eine Charakterstudie eines Menschen ist, welcher als jemand erscheint, der vieles bereut, vielleicht nicht immer die richtige Abzweigung genommen hat, und so mit all seinen Problemen und Ecken und Kanten eine wirklich interessant geschrieben Figur ist. Emma Cline hat hier wieder ein großartiges Werk zu Papier gebracht, das viele Denkanstöße gibt.