Bestimme dich aus dir selbst

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abnuncha Avatar

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Wie geht es einem Menschen deren Leben in einem kleinen Buch, das man immer in der Taschen hat verschwindet und doch darauf festgehalten werden möchte und denjenigen die sie dabei Begleiten. Das Buch ist eine Reise, eine letzte Reise zu einem selbstbestimmten Abschied. Da ich sehr für Sterbehilfe bin, ich finde jeder sollte entscheiden dürfen wann er gehen möchte und es sollte auch Menschen geben, die die Mut haben das dann zu begleiten, hat mich dieses Buch auf eine ergreifende melancholische Art zum Nachdenken angeregt. Bei dem Protagonisten David schreitet unaufhörlich eine Demenz voran, sein Leben, seine selbstbestimmten Möglichkeiten werden Zusehens kleiner und er ist zunehmend von der Hilfe anderer abhängig, so auch von Cody der seine letzte Reise begleitet, zwischenzeitig ist man als Leser etwas irritiert, geschehen diese Dinge wirklich, oder ist es die Erkrankung, die David das so erleben lässt. Nach einem Erfolgreichen Leben nimmt David Abschied, so auch von seiner erwachsenen Tochter, die in England lebt, einige weitere Stationen folgen, seine letzte Station ist ein Sterbehilfeverein in der Schweiz und die Frage, wollen Sie das jetzt, wollen sie das wirklich, bei der Demenz gibt es kein zurück und David geht letztendlich diesen doch schwierigen Schritt in den assistierten Suizid. Diese letzte Reise führt den Leser vor Augen, wie kostbar und fragil unser Denken und Leben ist, fällt eine wichtige Funktion weg gerät es ins Wanken. Ein Buch was man aushalten und wirken lassen muss, kraftvoll, melancholisch und tiefgründig. Kein leichtes Lesevergnügen, aber dennoch eine Reise, eine Reise zum nachdenken und letztendlich ein Loslassen. Liebe Grüße