Der letzte Weg

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buecher_mit_chris Avatar

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Ein Geschäftsmann im Ruhestand ist auf dem Weg in die Schweiz. Seine Reise ist luxuriös, in einem Privatjet, in seiner Begleitung sein junger Assistent, im weiteren Verlauf meistens nur als der Junge bezeichnet. Und dieser nimmt eine tragende Rolle ein, denn David, der alte Mann, findet sich nur mehr durch das ledergebundene Notizbuch und den darin aufgeschriebenen Aufzeichnungen zurecht.

Mit der Zeit kristallisiert sich heraus, dass es ein Abschiednehmen ist, ein Erinnern, was früher war, an die Ehe, die Tochter, seinen Jugendfreund. Kleine Einblicke in diese Zeit geben etwas von seinem Leben wieder.

Das Thema Abschied und Demenz wird von Emma Cline berührend und aufwühlend beschrieben. Das Besondere daran ist, dass man sich gut in den Zustand eines Menschen, der vergisst, hineinversetzten kann und dass sie dies mit einer spannenden Geschichte verbindet, in Form des persönlichen Assistenten, der diese Krankheit zu seinem Vorteil ausnutzt. Der alte König dankt ab, der junge König übernimmt und die Frage: Was bleibt von einem Leben? Interessant auch der kleine Blick in das Leben der wirklich Reichen.

Emma Cline versteht es einfach, ihre Geschichten fesselnd und interessant rüberzubringen und wie schon ihr Roman "Die Einladung" konnte mich auch "In die Schweiz" überzeugen und so freue ich mich schon auf ihr weiteres Erzählen.