Ein Leben bilanzieren

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filondor Avatar

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Wie ist das, am Ende des Lebens angekommen zu sein? Für den Protagonisten dieses intensiven Romans wird diese Frage zur Realität - auch wenn seine eigene Realität immer mehr verschwimmt. Der Autorin Emma Cline gelingt es unfassbar gut, das zunehmende Vergessen in Worte zu bannen. Dabei scheint die Zeit zu zerfallen, wir Lesende werden gleichzeitig mit der Orientierungslosigkeit des Protagonisten konfrontiert, gleichzeitig Zeuge seiner fortschreitenden Erkrankung. Das ist natürlich als Thema nicht leicht auszuhalten, auch wenn es immer wieder herzlich tragikomische Momente gibt, etwas wenn David eine Frau an der Bar kennen lernt. Gerne hätte ich als Leserin noch mehr über sein Leben erfahren. In Teilen fiel es mir gerade in der Mitte des Romans schwer, das Interesse zu halten.
Ich würde das Buch allen empfehlen, die sich mit intensiven Themen auseinandersetzen möchten und sich hierfür auch in der richtigen psychischen Verfassung fühlen.