Ein Mann verschwindet
Selten hat das ausgewählte Cover-Bild so gut zum Inhalt gepasst, wie bei „In die Schweiz“. Man sieht einen unscharfen Mann, der etwas verloren vor dem Meer steht. Seine Konturen beginnen sich aufzulösen. Die noch sehr junge Autorin Emma Cline wagt sich mit „In die Schweiz“ an die großen Themen. Altern, Krankheit und was vom Leben bleibt. Mit schmerzhafter Präzision zeichnet sie das Bild eines Mannes, der seinen Verstand, seine Erinnerung und zunehmend auch seine Persönlichkeit verliert.
Durch Clines ungewöhnliche Erzählweise, die einem inneren Monolog ähnelt, ist der Leser der Hauptfigur David immer sehr nahe. Und bekommt mit, wie es ist, wenn man sich langsam verliert und nichts mehr greif- und fassbar wird. Die Vermischung von Gedanken, Realität, Erinnerungsfetzen, Gegenwart, veränderten Erinnerungen, Bruchstücken von irgendwas, fordert viel vom Leser. Cline kommentiert nichts und überlässt den Leser seinen eigenen Eindrücken und Gefühlen. Vieles wird nur angedeutet, bleibt in der Schwebe, wird nicht aufgelöst. Der Leser sieht nur den kleinen Ausschnitt der Wirklichkeit, zu der David einen Zugang hat.
Interessante, eindringliche Annäherung an viele schwierige Themen die den Leser fordert und zwingt sich seine Gedanken zu machen. Das Buch sperrt sich jeglichen Kitsches und Rührseligkeiten. So zeigt sich eben auch, das wir am Ende nicht alle gleich sind, das Geld bis zum Schluss eine Rolle spielen kann. Das hat natürlich etwas nüchternes, beinahe schon hoffnungsloses. Ganz ehrlich: Noch einmal möchte ich das Buch nicht lesen, obwohl es zweifellos ein Meisterwerk ist.
Durch Clines ungewöhnliche Erzählweise, die einem inneren Monolog ähnelt, ist der Leser der Hauptfigur David immer sehr nahe. Und bekommt mit, wie es ist, wenn man sich langsam verliert und nichts mehr greif- und fassbar wird. Die Vermischung von Gedanken, Realität, Erinnerungsfetzen, Gegenwart, veränderten Erinnerungen, Bruchstücken von irgendwas, fordert viel vom Leser. Cline kommentiert nichts und überlässt den Leser seinen eigenen Eindrücken und Gefühlen. Vieles wird nur angedeutet, bleibt in der Schwebe, wird nicht aufgelöst. Der Leser sieht nur den kleinen Ausschnitt der Wirklichkeit, zu der David einen Zugang hat.
Interessante, eindringliche Annäherung an viele schwierige Themen die den Leser fordert und zwingt sich seine Gedanken zu machen. Das Buch sperrt sich jeglichen Kitsches und Rührseligkeiten. So zeigt sich eben auch, das wir am Ende nicht alle gleich sind, das Geld bis zum Schluss eine Rolle spielen kann. Das hat natürlich etwas nüchternes, beinahe schon hoffnungsloses. Ganz ehrlich: Noch einmal möchte ich das Buch nicht lesen, obwohl es zweifellos ein Meisterwerk ist.