Gelungener Roman über die letzte Reise eines Demenzpatientens
In die Schweiz von Emma Cline (Übersetzung von Nikolaus Stingl)
David ist an Alzheimer erkrankt und wir begleiten ihn auf seiner letzten Reise in die Schweiz. Was er dort vorhat wird ziemlich schnell klar. Auf dem Weg nach Europa und den zwei Zwischenstationen für wichtige Besuche wird David von Cody begleitet, seinem persönlichen Assistenten, der jedoch – wie man im Laufe des Buches merkt – so viel mehr als das ist.
Erzählt wird die Geschichte von David und der Erzählstil soll eben dessen Gedankenwelt nachbilden, was an den meisten Stellen sehr gut gelingt. Abschweifungen, Wortfindungsstörungen, Wiederholungen, abgebrochene Sätze, mit all dem wird man beim Lesen konstant konfrontiert und es stellt sich eine leichte Ungeduld ein, ganz subtil, aber sehr authentisch. Einige Erzählstränge bleiben bis zum Ende bruchstückhaft, es gibt nicht auf alle Fragen eine Antwort, und auch diese Frustration muss man beim Lesen aushalten (wie im echten Leben). Auch die vielen Rückgriffe auf die Kindheit und das Familienleben spiegeln realistisch die Realität vieler Demenzpatienten wider.
Trotz dieser ganzen Kniffe schafft die Autorin es leider nicht, dass ich eine Beziehung zum Protagonisten aufbauen kann. Er bleibt für mich distanziert und dadurch hat mich das Buch leider nicht so emotional mitgenommen, wie ich es erhofft habe.
Dennoch ein gelungener Roman, der zum Nachdenken darüber anregt, was im Leben wichtig ist und was es braucht, damit wir diese Welt in Würde und mit uns selbst im Reinen verlassen können.
David ist an Alzheimer erkrankt und wir begleiten ihn auf seiner letzten Reise in die Schweiz. Was er dort vorhat wird ziemlich schnell klar. Auf dem Weg nach Europa und den zwei Zwischenstationen für wichtige Besuche wird David von Cody begleitet, seinem persönlichen Assistenten, der jedoch – wie man im Laufe des Buches merkt – so viel mehr als das ist.
Erzählt wird die Geschichte von David und der Erzählstil soll eben dessen Gedankenwelt nachbilden, was an den meisten Stellen sehr gut gelingt. Abschweifungen, Wortfindungsstörungen, Wiederholungen, abgebrochene Sätze, mit all dem wird man beim Lesen konstant konfrontiert und es stellt sich eine leichte Ungeduld ein, ganz subtil, aber sehr authentisch. Einige Erzählstränge bleiben bis zum Ende bruchstückhaft, es gibt nicht auf alle Fragen eine Antwort, und auch diese Frustration muss man beim Lesen aushalten (wie im echten Leben). Auch die vielen Rückgriffe auf die Kindheit und das Familienleben spiegeln realistisch die Realität vieler Demenzpatienten wider.
Trotz dieser ganzen Kniffe schafft die Autorin es leider nicht, dass ich eine Beziehung zum Protagonisten aufbauen kann. Er bleibt für mich distanziert und dadurch hat mich das Buch leider nicht so emotional mitgenommen, wie ich es erhofft habe.
Dennoch ein gelungener Roman, der zum Nachdenken darüber anregt, was im Leben wichtig ist und was es braucht, damit wir diese Welt in Würde und mit uns selbst im Reinen verlassen können.