Intime Perspektive glaubhaft erzählt

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hornita Avatar

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Dieser Roman ist aus der Perspektive von David Hastings geschrieben, der an einer nicht näher benannten unheilbaren Krankheit leidet und sich aus den USA über London auf den Weg in die Schweiz zum assistierten Suizid macht. Parallel zur aktuellen Handlung erinnert er sich an Details aus seinem Leben, die willkürlich und unsortiert auftauchen. Das Ganze wird teilweise nur in kurzen Gedankenfragmenten erzählt, was ich erstaunlich gut zu lesen fand. Auch die Episoden von geistiger Abwesenheit, nach denen die Handlung einfach einen Sprung nach vorne macht, wirkten sehr glaubwürdig und nachvollziehbar. Die Perspektive des Kranken, der sein Ende mit Würde selbst bestimmen will, wird hervorragend erzählt. Ich fand es außerdem interessant zu erfahren, dass es so schwierig ist, den richtigen Zeitpunkt für diese Entscheidung festzulegen, weil sich die Lage schnell ändern kann und es dann zu spät sein könnte. Dieses Dilemma Davids fand ich gut erzählt. Interessant sind auch die Dinge, die er in seinem Leben bereut, obwohl sie lange zurückliegen. Sie beschäftigen ihn trotz oder gerade aufgrund seiner Situation immer noch und sein Bedürfnis nach Klärung ist nachvollziehbar. Die Autorin hat einen guten Mix an Lebensereignissen für diesen Roman gefunden, mir hat er sehr gut gefallen.