Eine meisterhafte Komposition
Wie stellt man einen Menschen dar, der selbstbestimmt sterben will? Nun, dazu muss es einen Grund geben und den hat David - sein Gehirn verabschiedet sich nämlich von ihm - in einem Tempo, das für ihn beängstigend ist. Denn er will in diesem Zustand nicht weiterleben, hat aber als jemand, dessen Demenz fortschreitet und der damit in absehbarer Zeit keine Teilhabe mehr am Leben haben wird, bald keinen Anspruch mehr auf diese Form des Sterbens. Denn geplant ist ein selbstbestimmter Tod - und ein solcher muss er bleiben bis zu dem Augenblick, in dem er stattfindet.
Noch ist David in sich - sowohl im Körper als auch im Verstand - einigermaßen zu Hause, aber Autorin Emma Cline skizziert eindringlich, wie seine Krankheit fortschreitet. Diese Einblicke in Entwicklungen, die im wahren Leben sicher deutlich länger dauern würden, hat sie hier auf drei Tage komprimiert, was ihre Darstellung besonders kraftvoll und eindringlich wirken lässt.
Wir folgen einem Menschen, der sich aus seinem eigenen Leben entfernt, von der Autorin ergreifend dargestellt in folgendem Zitat: "Wie sollte er ihm erklären, dass er diese Sprache nicht mehr sprach - ich begehre meine Begierden nicht mehr."
Der gesamte Roman ist aus der Sicht von David dargestellt, wodurch Emma Cline der Krankheit eine Stimme gibt. Dennoch verbleibt ihre Schilderung auf Abstand und trotz einiger emotionaler Passagen äußerst lakonisch.
Ist das die Haltung eines Mannes vor seinem gewissen, seinem geplanten Tod? Ich kann es mir sehr gut vorstellen.
Noch ist David in sich - sowohl im Körper als auch im Verstand - einigermaßen zu Hause, aber Autorin Emma Cline skizziert eindringlich, wie seine Krankheit fortschreitet. Diese Einblicke in Entwicklungen, die im wahren Leben sicher deutlich länger dauern würden, hat sie hier auf drei Tage komprimiert, was ihre Darstellung besonders kraftvoll und eindringlich wirken lässt.
Wir folgen einem Menschen, der sich aus seinem eigenen Leben entfernt, von der Autorin ergreifend dargestellt in folgendem Zitat: "Wie sollte er ihm erklären, dass er diese Sprache nicht mehr sprach - ich begehre meine Begierden nicht mehr."
Der gesamte Roman ist aus der Sicht von David dargestellt, wodurch Emma Cline der Krankheit eine Stimme gibt. Dennoch verbleibt ihre Schilderung auf Abstand und trotz einiger emotionaler Passagen äußerst lakonisch.
Ist das die Haltung eines Mannes vor seinem gewissen, seinem geplanten Tod? Ich kann es mir sehr gut vorstellen.