Next Level packend!

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söphken Avatar

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„Die Einladung“ von Emma Cline hat mich damals total fasziniert. Ich fand es so stark, wie sie unausgesprochene, schambehaftete oder auch unerhörte Dinge aufgreift und daraus eine Geschichte macht, die sich trotzdem ganz menschlich anfühlt. Dinge, über die man vielleicht lieber nicht nachdenkt, werden bei ihr plötzlich greifbar.

Und genau das hat sie für mich auch mit „In die Schweiz“ wieder geschafft.

Mich hat vor allem dieses Nachdenken darüber beschäftigt, was eigentlich von einem Menschen bleibt, wenn sich langsam alles auflöst. Wer war ich in meinem Leben? War ich wirklich die Person, die ich sein wollte, oder doch eher die, die andere in mir gesehen oder aus mir gemacht haben?

Und was sind Erinnerungen wert, wenn man sich irgendwann nicht mehr auf sie verlassen kann?

Ich mochte sehr, wie Cline sich dieser ganzen Thematik nähert. Mit viel Einfühlungsvermögen, ohne die Figuren zu erklären oder alles vorzugeben. Gerade diese verletzlichen, manchmal unangenehmen und sehr menschlichen Momente haben mich gepackt.

Wer gerne psychologische und tiefgehende Geschichten über Menschen liest, besonders dann, wenn es um Vergänglichkeit, Erinnerungen und das eigene Leben geht, sollte sich das Buch anschauen!