Selbst gewähltes Ende

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Emma Cline produziert David Hastings mit seiner Krankheit und nach der getroffenen Entscheidung, den Zeitpunkt seines Lebensendes selbst zu wählen. Somit geht es auf der Reise in die Schweiz um die letzte Erholung, die Erlösung. Es ist ein Blick voll Ehrlichkeit, Verängstigung und Stolz. Gedanken an Kontrollverlust, Hilflosigkeit und Betroffenheit werden durch die getroffenen Entscheidung widerlegt. Die Leser nehmen Teil an einem inneren Dialog mit Wechsel ins außen mit Unterstützung von Assistenten. Einige wenige Zeugen seines Lebens werden aufgesucht. Der Drang, sich zu verabschieden, ohne den anderen eine Verpflichtung aufzulegen, ist bedrückend beschrieben. Das Leben auf der Welt geht nach seinem Abschied weiter. Diese Erkenntnis wirkt bis zum Schluss wie eine Beruhigungsformel. Die Autorin beschreibt die Wahrnehmungen mit allen fünf Sinnen, sei es die Kälte in den Züricher Straßen oder die bittere Schokolade. Das Abschied nehmen wird so zu einer Ganzkörpererfahrung, die das Gehirn nicht steuern kann und auch nicht mehr muss.
Der Roman regt im richtigen Maß zum Nachdenken an.