Selbstbestimmtes Sterben
Der ehemalige Finanzvorstand David Hastings hat die erschütternde Prognose "Alzheimer" erhalten. Er wird zunehmend seine Erinnerung und seinen Verstand verlieren. Schon jetzt sind da viele Lücken, die sich ihm auftun. Seinen verantwortungsvollen Posten hat David deshalb schon verloren, durch den Verlust seiner Urteilsfähigkeit braucht er einen ständigen Begleiter, Cody. David entscheidet sich für das begleitete Sterben und fliegt mit Cody in die Schweiz. Sie nehmen einen Umweg über London, um seine nichts ahnende Tochter Rebecca und seinen Enkel ein letztes Mal zu sehen. Bei diesem Treffen macht sich sein geistiger Verfall schmerzhaft bemerkbar. Über seinen Sterbewunsch erzählt David ihr nichts.
Während sich die Gegenwart immer mehr auflöst, treten vergangene Ereignisse in den Vordergrund, Kindheitserlebnisse, die ihm wieder einfallen.
Zunehmend verfällt David. Vorkommnisse, die er gestern noch wusste, weiß er am nächsten Tag nicht mehr und werden durch eine andere Variante ersetzt. David fällt dies nicht auf, aber dem Leser.
Angekommen im Institut, bleibt der letzte Weg, die letzte Entscheidung ihm überlassen. Der Arzt und Cody sind als Beistand anwesend.
Emma Cline schafft es, eindringlich, emphatisch und doch kitschfrei über das Thema Sterbehilfe zu schreiben, den Weg eines 70-Jährigen mit seiner mutigen Entscheidung, diese Möglichkeit zu nutzen, bevor er völlig abgleitet und nicht mehr er selbst ist.
Dass Cline die Schweiz als Sterbeort wählt und David damit einen weiten Weg hinter sich bringen muss, ist sicher gewollt - die Flugreise kann als Metapher für den Weg des Abschiedes, den letzten Weg gedeutet werden.
Der Roman ist auf der longlist des Booker Prize 2026 gelistet.
Während sich die Gegenwart immer mehr auflöst, treten vergangene Ereignisse in den Vordergrund, Kindheitserlebnisse, die ihm wieder einfallen.
Zunehmend verfällt David. Vorkommnisse, die er gestern noch wusste, weiß er am nächsten Tag nicht mehr und werden durch eine andere Variante ersetzt. David fällt dies nicht auf, aber dem Leser.
Angekommen im Institut, bleibt der letzte Weg, die letzte Entscheidung ihm überlassen. Der Arzt und Cody sind als Beistand anwesend.
Emma Cline schafft es, eindringlich, emphatisch und doch kitschfrei über das Thema Sterbehilfe zu schreiben, den Weg eines 70-Jährigen mit seiner mutigen Entscheidung, diese Möglichkeit zu nutzen, bevor er völlig abgleitet und nicht mehr er selbst ist.
Dass Cline die Schweiz als Sterbeort wählt und David damit einen weiten Weg hinter sich bringen muss, ist sicher gewollt - die Flugreise kann als Metapher für den Weg des Abschiedes, den letzten Weg gedeutet werden.
Der Roman ist auf der longlist des Booker Prize 2026 gelistet.