Was bleibt von einem Leben?
Ein Mann, der merkt, dass ihm seine Erinnerungen langsam entgleiten. Ein Notizbuch, das immer dabei sein muss. Und eine Reise in die Schweiz, deren eigentliches Ziel niemand kennen soll.
David weiß, dass seine Krankheit fortschreitet und sein Gedächtnis ihn bald ganz im Stich lassen wird. Deshalb hat er sich entschieden, selbstbestimmt aus dem Leben zu gehen. Begleitet wird er von Cody, seinem persönlichen Assistenten. Auf dieser letzten Reise besucht David noch einmal seine Tochter mit und seinen alten Schulfreund Tom. Was damals zwischen den beiden passiert ist, beschäftigt David bis heute.
Besonders mochte ich, dass David selbst erzählt. Dadurch sind wir sehr nah an seiner Gedankenwelt und erleben mit, wie sich seine Wahrnehmung verändert. Gleichzeitig verlangt diese Perspektive einiges an Geduld. Der Roman springt häufig und unvermittelt zwischen Gegenwart und Vergangenheit, zwischen seiner Schulzeit, der Ehe mit Anabel, Familienerlebnissen und Erinnerungen, die nur noch bruchstückhaft auftauchen. Diese Sprünge spiegeln Davids geistigen Zustand, erschweren aber etwas den Lesefluss. Nicht jede Rückblende fügt sich sofort ein, und manche Zusammenhänge werden erst deutlich, nachdem man sich bereits neu orientieren musste.
Die Darstellung seiner fortschreitenden Erkrankung fand ich sehr anschaulich. Wie er sich immer weniger auf sein Gedächtnis verlassen kann und wie abhängig er zunehmend von anderen wird. Sein Notizbuch wird dabei fast zu einem zweiten Gedächtnis.
Trotz des schweren Themas hat mich der Roman wenig emotional berührt. Das liegt u.a. daran, dass David selbst eher kühl und zurückhaltend wirkt. Auch die Erzählweise hält spürbar Abstand zu seinem Schicksal. Seine Erinnerungen werden häufig eher aufgezählt oder registriert, als dass sie sich wirklich emotional entfalten. Für mich war das deshalb weniger ein Roman, der mich tief berührt, als einer, bei dem ich einem Menschen beobachtend dabei zusehe, wie er sein Leben noch einmal vor sich ausbreitet, während ihm gleichzeitig immer mehr davon entgleitet. Diese Nüchternheit ist vermutlich bewusst gewählt, hat die Geschichte für mich aber auch weniger eindringlich gemacht.
An manchen Stellen war mir die Reise zu ausführlich und der Roman hätte für mich ohne größere Verluste kürzer ausfallen können. Die Geschichte rund um Tom entwickelt dagegen einen interessanten Sog. Hier hätte ich mir stellenweise sogar noch mehr gewünscht.
David weiß, dass seine Krankheit fortschreitet und sein Gedächtnis ihn bald ganz im Stich lassen wird. Deshalb hat er sich entschieden, selbstbestimmt aus dem Leben zu gehen. Begleitet wird er von Cody, seinem persönlichen Assistenten. Auf dieser letzten Reise besucht David noch einmal seine Tochter mit und seinen alten Schulfreund Tom. Was damals zwischen den beiden passiert ist, beschäftigt David bis heute.
Besonders mochte ich, dass David selbst erzählt. Dadurch sind wir sehr nah an seiner Gedankenwelt und erleben mit, wie sich seine Wahrnehmung verändert. Gleichzeitig verlangt diese Perspektive einiges an Geduld. Der Roman springt häufig und unvermittelt zwischen Gegenwart und Vergangenheit, zwischen seiner Schulzeit, der Ehe mit Anabel, Familienerlebnissen und Erinnerungen, die nur noch bruchstückhaft auftauchen. Diese Sprünge spiegeln Davids geistigen Zustand, erschweren aber etwas den Lesefluss. Nicht jede Rückblende fügt sich sofort ein, und manche Zusammenhänge werden erst deutlich, nachdem man sich bereits neu orientieren musste.
Die Darstellung seiner fortschreitenden Erkrankung fand ich sehr anschaulich. Wie er sich immer weniger auf sein Gedächtnis verlassen kann und wie abhängig er zunehmend von anderen wird. Sein Notizbuch wird dabei fast zu einem zweiten Gedächtnis.
Trotz des schweren Themas hat mich der Roman wenig emotional berührt. Das liegt u.a. daran, dass David selbst eher kühl und zurückhaltend wirkt. Auch die Erzählweise hält spürbar Abstand zu seinem Schicksal. Seine Erinnerungen werden häufig eher aufgezählt oder registriert, als dass sie sich wirklich emotional entfalten. Für mich war das deshalb weniger ein Roman, der mich tief berührt, als einer, bei dem ich einem Menschen beobachtend dabei zusehe, wie er sein Leben noch einmal vor sich ausbreitet, während ihm gleichzeitig immer mehr davon entgleitet. Diese Nüchternheit ist vermutlich bewusst gewählt, hat die Geschichte für mich aber auch weniger eindringlich gemacht.
An manchen Stellen war mir die Reise zu ausführlich und der Roman hätte für mich ohne größere Verluste kürzer ausfallen können. Die Geschichte rund um Tom entwickelt dagegen einen interessanten Sog. Hier hätte ich mir stellenweise sogar noch mehr gewünscht.