„Wenn die Erinnerung schwindet, bleibt die Sehnsucht.“
Mit „In die Schweiz“ erzählt Emma Cline eine stille, eindringliche Reise, die weit über Ländergrenzen hinausführt – hinein in die brüchigen Landschaften eines Menschenlebens. David, einst mächtig und selbstsicher, verliert durch seine fortschreitende Erkrankung zunehmend den Halt in der Gegenwart. Gemeinsam mit seinem Assistenten Cody reist er nach Europa, während Erinnerungen, Bilder und vergangene Begegnungen immer stärker in seine Wirklichkeit hineinweben.
Das Besondere dieses Romans liegt in der außergewöhnlichen Art, wie Cline das Vergessen erfahrbar macht. Vergangenheit und Gegenwart beginnen zu verschwimmen, Gewissheiten lösen sich auf, und scheinbar kleine Augenblicke werden plötzlich kostbar. Dabei bleibt David stets mehr als seine Krankheit: ein Mensch mit Sehnsüchten, Fehlern, Beziehungen und einer langen Geschichte.
Trotz des ernsten Themas besitzt die Geschichte eine leise, manchmal beinahe skurrile Heiterkeit. Cline schreibt präzise, atmosphärisch und zugleich erstaunlich zart. So wird aus einer Reise eine Suche nach dem, was im Leben wirklich zählt – nach Nähe, Versöhnung und den Menschen, die uns geprägt haben.
„In die Schweiz“ ist ein berührendes literarisches Kleinod über Vergänglichkeit und Würde – und über die tröstliche Ahnung, dass selbst dort, wo Erinnerungen verblassen, ein leiser Funke von uns weiterleuchtet.
🇨🇭🇨🇭🇨🇭🇨🇭🇨🇭 | 5
Das Besondere dieses Romans liegt in der außergewöhnlichen Art, wie Cline das Vergessen erfahrbar macht. Vergangenheit und Gegenwart beginnen zu verschwimmen, Gewissheiten lösen sich auf, und scheinbar kleine Augenblicke werden plötzlich kostbar. Dabei bleibt David stets mehr als seine Krankheit: ein Mensch mit Sehnsüchten, Fehlern, Beziehungen und einer langen Geschichte.
Trotz des ernsten Themas besitzt die Geschichte eine leise, manchmal beinahe skurrile Heiterkeit. Cline schreibt präzise, atmosphärisch und zugleich erstaunlich zart. So wird aus einer Reise eine Suche nach dem, was im Leben wirklich zählt – nach Nähe, Versöhnung und den Menschen, die uns geprägt haben.
„In die Schweiz“ ist ein berührendes literarisches Kleinod über Vergänglichkeit und Würde – und über die tröstliche Ahnung, dass selbst dort, wo Erinnerungen verblassen, ein leiser Funke von uns weiterleuchtet.
🇨🇭🇨🇭🇨🇭🇨🇭🇨🇭 | 5