Düstere Atmosphäre
Der Titel und das Cover sind mir sofort ins Auge gefallen und auch die Grundidee hat mir gut gefallen. Gefreut habe ich mich auf eine düstere Vampirgeschichte mit rumänischem Schauplatz und alten Mythen.
Xara hat das Gefühl, ihr Leben ist auf den Kopf gestellt. Nicht nur erfährt sie, dass sie adoptiert wurde, es scheint auch keine Hinweise auf ihre biologischen Eltern zu geben. Das einzige was sie findet ist der Hinweis auf ihren Geburtsort, gelegen in einem rumänischen Dorf. Gepaart mit beunruhigenden Albträumen beschließt sie, diesen Ort zu besuchen, in der Hoffnung, mehr über sich herauszufinden. Hier stößt sie recht schnell auf alte Legenden der Stadtgeschichte und sieht sich mit der Frage konfrontiert, ob sie eine Reinkarnation einer dieser Figuren ist.
Der Autorin gelingt es, düstere Atmosphäre einzufangen, wodurch man sich gut ein Bild der einzelnen Handlungsorte machen kann. Auch ist der Schreibstil flüssig und angenehm zu lesen. Dabei wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, sodass man schnell in die Geschichte eintauchen kann. Nach einem intensiven Einstieg hat die Handlung für mich stellenweise etwas an Spannung verloren und plätschert eher vor sich hin, während andere Übergänge etwas sprunghaft wirken.
Zu den einzelnen Charakteren bleiben bei mir viele Fragen offen. So fehlt mir häufig die Tiefe. Gefühlt verkörpert jede Figur vor allem einen Charakterzug, während andere wenig angesprochen werden. Xara zum Beispiel wirkt auf mich recht passiv in der Geschichte, mehr wie eine Spielfigur. Sie verhält sich seit ihrer Ankunft in Rumänien sehr naiv und lässt im weiteren Verlauf der Geschichte zentrale Entscheidungen über sich ergehen ohne großartig auf Abwehr zu gehen. Ich hätte mir hier eine etwas kritischere Betrachtung ihrer fehlenden Selbstschutzmechanismen gewünscht. So hätte vielleicht auch die Dreiecksbeziehung mit Dorian und Juraj etwas mehr Tiefe und Lebendigkeit bekommen. Stattdessen lässt sie sich insbesondere von Dorian ausnutzen und manipulieren, der in Xara die Reinkarnation von seiner Frau Ksaryna sieht und sich durch nichts von seinen Ansichten abbringen lässt. Sein Diener Juraj hingegen wirkt auf mich etwas greifbarer und menschlicher.
Dennoch habe ich einige schöne Lesestunden mit dem Buch verbracht und wer auf der Suche nach einem atmosphärischen Vampir-Roman ist und darüber nicht zu viel nachdenkt, ist hier mit Sicherheit ganz gut beraten. Ich für meinen Teil hoffe, dass wir Xara im zweiten Band als stärkere und aktivere Figur kennenlernen können und offene Fragen beantwortet werden.
Xara hat das Gefühl, ihr Leben ist auf den Kopf gestellt. Nicht nur erfährt sie, dass sie adoptiert wurde, es scheint auch keine Hinweise auf ihre biologischen Eltern zu geben. Das einzige was sie findet ist der Hinweis auf ihren Geburtsort, gelegen in einem rumänischen Dorf. Gepaart mit beunruhigenden Albträumen beschließt sie, diesen Ort zu besuchen, in der Hoffnung, mehr über sich herauszufinden. Hier stößt sie recht schnell auf alte Legenden der Stadtgeschichte und sieht sich mit der Frage konfrontiert, ob sie eine Reinkarnation einer dieser Figuren ist.
Der Autorin gelingt es, düstere Atmosphäre einzufangen, wodurch man sich gut ein Bild der einzelnen Handlungsorte machen kann. Auch ist der Schreibstil flüssig und angenehm zu lesen. Dabei wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, sodass man schnell in die Geschichte eintauchen kann. Nach einem intensiven Einstieg hat die Handlung für mich stellenweise etwas an Spannung verloren und plätschert eher vor sich hin, während andere Übergänge etwas sprunghaft wirken.
Zu den einzelnen Charakteren bleiben bei mir viele Fragen offen. So fehlt mir häufig die Tiefe. Gefühlt verkörpert jede Figur vor allem einen Charakterzug, während andere wenig angesprochen werden. Xara zum Beispiel wirkt auf mich recht passiv in der Geschichte, mehr wie eine Spielfigur. Sie verhält sich seit ihrer Ankunft in Rumänien sehr naiv und lässt im weiteren Verlauf der Geschichte zentrale Entscheidungen über sich ergehen ohne großartig auf Abwehr zu gehen. Ich hätte mir hier eine etwas kritischere Betrachtung ihrer fehlenden Selbstschutzmechanismen gewünscht. So hätte vielleicht auch die Dreiecksbeziehung mit Dorian und Juraj etwas mehr Tiefe und Lebendigkeit bekommen. Stattdessen lässt sie sich insbesondere von Dorian ausnutzen und manipulieren, der in Xara die Reinkarnation von seiner Frau Ksaryna sieht und sich durch nichts von seinen Ansichten abbringen lässt. Sein Diener Juraj hingegen wirkt auf mich etwas greifbarer und menschlicher.
Dennoch habe ich einige schöne Lesestunden mit dem Buch verbracht und wer auf der Suche nach einem atmosphärischen Vampir-Roman ist und darüber nicht zu viel nachdenkt, ist hier mit Sicherheit ganz gut beraten. Ich für meinen Teil hoffe, dass wir Xara im zweiten Band als stärkere und aktivere Figur kennenlernen können und offene Fragen beantwortet werden.