Beklemmend und überraschend

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steffistraumzeit Avatar

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Eine Pandemie, Chaos, rivalisierende Banden und der tägliche Kampf ums Überleben – die Grundidee von Insel der Ratten hat mich sofort angesprochen.

Besonders gefallen hat mir der Schreibstil. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, wodurch die Ereignisse noch intensiver wirken. Ich konnte die Handlungen der Figuren in dieser Extremsituation oft nachvollziehen und habe mich immer wieder gefragt, wie ich selbst handeln würde. Genau das macht das Buch so nachdenklich. Das Ende hat mich außerdem völlig überrascht.

Trotzdem hatte ich nach der Leseprobe etwas mehr erwartet. Mit knapp 200 Seiten fühlt sich die Geschichte eher wie ein Ausschnitt aus einer größeren Erzählung an. Viele Figuren und auch die dystopische Welt hätten für meinen Geschmack mehr Raum bekommen dürfen.

Insgesamt ein spannender, düsterer Thriller, der zum Nachdenken anregt und mit einem überraschenden Ende überzeugt. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass die Geschichte etwas umfangreicher erzählt wird und ihr Potenzial noch stärker ausschöpft.