Beklemmende Zukunftsvision
Der Doomsday ist da. Überall herrscht Anarchie, nur ein Anwalt geht jedes Risiko ein, um eine Bande Verbrecher gerecht verurteilen zu lassen, statt "Auge um Auge" anzuwenden.
Der größte Teil des Buches ist großartig: Der schwierige Überlebenskampf, egal, ob Teil einer Bande mit entsprechender Gnadenlosigkeit und Hackordnung, oder Teil einer Gruppe, die verzweifelt versucht, die Zivilisation aufrecht zu erhalten - die Stimmung ist beklemmend und fühlt sich real an. Die Handlungen größtenteils nachvollziehbar.
Abwechselnd hört man eine männliche Stimme den Teil des Anwalts Will erzählen, dann eine weibliche Stimme die Sicht von Yvonne, Teil der Bande "Chaos" und immer schwankend zwischen der kalten Gnadenlosigkeit ("ich versuchte, das Einschussloch im gleichschenkligen Dreieck zwischen Stirn und Augen zu platzieren und drückte ab") und letzter Menschlichkeit.
Beide Sprecherstimmen sind absolut spitze.
Leider sehr negativ aufgefallen ist mir dies:
Dass der Flugzeugträger für ein paar tausend Personen am Ende die wirkliche, erstrebenswerte Lösung ist und nicht der Auftakt eines Horrortrips, hat mich etwas überrascht.
Immerhin erzählt der Autor hier von einer Pandemie, der man nicht einmal über Ländergrenzen oder Kontinente hinweg entkommen konnte. Und dann sperrt er ein paar Superreiche auf einen Flugzeugträger, der die nächsten Jahre kein Land ansteuern und irgendwie autark sein soll?
Das ist ja eine ziemlich furchtbare Vorstellung: Zusammengepfercht mit tausenden Menschen und kaum Ausweichmöglichkeiten. Eine Grippewelle, eine Infektion die z.B. über Nahrungslieferungen eingeschleppt wird (denn sicherlich ernähren sich die Millionäre nicht 4 Jahre lang von Zwieback) und der Plot für den nächsten Horrorfilm ist bereit.
Ich habe das Hörbuch gehört, nicht das Buch gelesen und kann also nicht sagen, wieviel hier gekürzt wurde.
Der größte Teil des Buches ist großartig: Der schwierige Überlebenskampf, egal, ob Teil einer Bande mit entsprechender Gnadenlosigkeit und Hackordnung, oder Teil einer Gruppe, die verzweifelt versucht, die Zivilisation aufrecht zu erhalten - die Stimmung ist beklemmend und fühlt sich real an. Die Handlungen größtenteils nachvollziehbar.
Abwechselnd hört man eine männliche Stimme den Teil des Anwalts Will erzählen, dann eine weibliche Stimme die Sicht von Yvonne, Teil der Bande "Chaos" und immer schwankend zwischen der kalten Gnadenlosigkeit ("ich versuchte, das Einschussloch im gleichschenkligen Dreieck zwischen Stirn und Augen zu platzieren und drückte ab") und letzter Menschlichkeit.
Beide Sprecherstimmen sind absolut spitze.
Leider sehr negativ aufgefallen ist mir dies:
Dass der Flugzeugträger für ein paar tausend Personen am Ende die wirkliche, erstrebenswerte Lösung ist und nicht der Auftakt eines Horrortrips, hat mich etwas überrascht.
Immerhin erzählt der Autor hier von einer Pandemie, der man nicht einmal über Ländergrenzen oder Kontinente hinweg entkommen konnte. Und dann sperrt er ein paar Superreiche auf einen Flugzeugträger, der die nächsten Jahre kein Land ansteuern und irgendwie autark sein soll?
Das ist ja eine ziemlich furchtbare Vorstellung: Zusammengepfercht mit tausenden Menschen und kaum Ausweichmöglichkeiten. Eine Grippewelle, eine Infektion die z.B. über Nahrungslieferungen eingeschleppt wird (denn sicherlich ernähren sich die Millionäre nicht 4 Jahre lang von Zwieback) und der Plot für den nächsten Horrorfilm ist bereit.
Ich habe das Hörbuch gehört, nicht das Buch gelesen und kann also nicht sagen, wieviel hier gekürzt wurde.