Dystopischer Thriller mit Wendungen
Jo Nesbø ist ein norwegischer Schriftsteller, Musiker und ehemaliger Profifußballspieler. Weltweit bekannt wurde er vor allem durch seine spannenden Kriminalromane um den Ermittler Harry Hole. Für komplexe Handlungen, düstere Atmosphäre und überraschende Wendungen werden seine Bücher oft gepriesen. Neben Krimis schreibt Nesbø auch Kinderbücher und andere Romane.
Das Buch
Ein anderer Roman von Nesbø ist der gerade übersetzte Thriller Insel der Ratten. Erschienen ist das Buch Ende Juni beim Ullstein Verlag und mit seinen nur 208 Seiten ist es ein kleiner Literaturhappen für Zwischendurch.
Der Inhalt
Was ich gerade als Literaturhappen vorgestellt habe, entpuppt sich schnell als gesellschaftskritischer Roman. Wir begleiten Will, einen Anwalt und Verfechter des Justizsystems bei seinem Kampf um Gerechtigkeit in einer dystopischen Welt nach dem Zusammenbruch der Gewaltenteilung. Er will Gerechtigkeit für seine Frau und seine Tochter. Der Täter, der Sohn eines Geschäftspartners und reichsten Mannes des Landes, der mit Geld alles kaufen kann, auch das am Boden liegende Justizsystem. Für Will beginnt ein Kampf um Gerechtigkeit und ums Überleben. Zum Glück für ihn bekommt er Unterstützung aus verschiedenen, auch unerwarteten Richtungen.
Das Handwerk
Jo Nesbø kann schreiben, dass hat er mehrfach bewiesen und wurde dafür auch mehrfach ausgezeichnet. In diesem Buch gelingt ihm die Darstellung des Protagonisten als Verfechter der Justiz sehr gut und man fiebert und leidet mit ihm sehr gut mit. Der reiche Vater und dessen Sohn werden eher als typische Stereotypen dargestellt und wahrgenommen, was passt, aber auch nicht mehr. Dafür kommen die Unterstützenden wirklich gut daher, denn diese zeigen, dass ein System mit ein paar Menschen funktionieren kann, die noch gewissen Überzeugungen folgen. Der Spannungsbogen ist ständig hoch und das Ende sehr offengehalten. Kein typischer Nesbø aber ein gelungener Thriller.
Fazit
Insel der Ratten ist ein packender Thriller, der weit über reine Spannung hinausgeht und aktuelle gesellschaftliche Fragen nach Gerechtigkeit, Macht und Moral aufgreift. Jo Nesbø überzeugt mit einem sympathischen Protagonisten, einer beklemmenden dystopischen Atmosphäre und einem konstant hohen Spannungsniveau. Zwar bleiben einige Figuren bewusst stereotyp, doch das schadet der Geschichte kaum. Wer einen klassischen Harry-Hole-Krimi erwartet, wird überrascht sein, wer sich jedoch auf einen gesellschaftskritischen Thriller mit offenem Ende einlässt, erhält einen kurzweiligen und lesenswerten Roman.
Das Buch
Ein anderer Roman von Nesbø ist der gerade übersetzte Thriller Insel der Ratten. Erschienen ist das Buch Ende Juni beim Ullstein Verlag und mit seinen nur 208 Seiten ist es ein kleiner Literaturhappen für Zwischendurch.
Der Inhalt
Was ich gerade als Literaturhappen vorgestellt habe, entpuppt sich schnell als gesellschaftskritischer Roman. Wir begleiten Will, einen Anwalt und Verfechter des Justizsystems bei seinem Kampf um Gerechtigkeit in einer dystopischen Welt nach dem Zusammenbruch der Gewaltenteilung. Er will Gerechtigkeit für seine Frau und seine Tochter. Der Täter, der Sohn eines Geschäftspartners und reichsten Mannes des Landes, der mit Geld alles kaufen kann, auch das am Boden liegende Justizsystem. Für Will beginnt ein Kampf um Gerechtigkeit und ums Überleben. Zum Glück für ihn bekommt er Unterstützung aus verschiedenen, auch unerwarteten Richtungen.
Das Handwerk
Jo Nesbø kann schreiben, dass hat er mehrfach bewiesen und wurde dafür auch mehrfach ausgezeichnet. In diesem Buch gelingt ihm die Darstellung des Protagonisten als Verfechter der Justiz sehr gut und man fiebert und leidet mit ihm sehr gut mit. Der reiche Vater und dessen Sohn werden eher als typische Stereotypen dargestellt und wahrgenommen, was passt, aber auch nicht mehr. Dafür kommen die Unterstützenden wirklich gut daher, denn diese zeigen, dass ein System mit ein paar Menschen funktionieren kann, die noch gewissen Überzeugungen folgen. Der Spannungsbogen ist ständig hoch und das Ende sehr offengehalten. Kein typischer Nesbø aber ein gelungener Thriller.
Fazit
Insel der Ratten ist ein packender Thriller, der weit über reine Spannung hinausgeht und aktuelle gesellschaftliche Fragen nach Gerechtigkeit, Macht und Moral aufgreift. Jo Nesbø überzeugt mit einem sympathischen Protagonisten, einer beklemmenden dystopischen Atmosphäre und einem konstant hohen Spannungsniveau. Zwar bleiben einige Figuren bewusst stereotyp, doch das schadet der Geschichte kaum. Wer einen klassischen Harry-Hole-Krimi erwartet, wird überrascht sein, wer sich jedoch auf einen gesellschaftskritischen Thriller mit offenem Ende einlässt, erhält einen kurzweiligen und lesenswerten Roman.