Ein beklemmendes Szenario mit reichlich Brutalität

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sekty Avatar

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Eine Pandemie hat unsere Welt heimgesucht und fatale Folgen gehabt. Viele Menschen sind gestorben, es herrscht große Armut und Polizei und Justiz existieren fast nur noch auf dem Papier, denn mittlerweile beherrschen Banden das Geschehen. Colin Lowe hat genug Geld, um für seine Familie die „Insel der Ratten“ zu kaufen, um sich dort vor Banden zu schützen. Währenddessen ist sein Sohn Brad der Anführer einer solchen Bande und macht selbst vor der Tochter des besten Freundes seines Vaters keinen Halt. Will sitzt zwischen den Stühlen. Er will Rache für die Entführer seiner Tochter, allerdings richtet sich diese Wut gegen den Sohn seines Freunds. Das Geschehen gipfelt in einem Countdown auf dem Dach eines Hochhauses, wo es um Leben und Tod geht.

Jo Nesbø schafft es auf knapp 200 Seiten ein beklemmendes Szenario zu kreieren. Es geht mittlerweile nur noch ums Überleben und da sind scheinbar alle Methoden angemessen – auch Überfälle, Entführung oder Mord. Die Geschehnisse sind ziemlich brutal und Nesbø hat sich mit entsprechenden Details nicht zurückgehalten.

Ich fand den Beginn des Romans verwirrend, da Nesbø zwischen verschiedenen Perspektiven und Zeitebenen hin- und her springt. Anfangs könnte man weder die Perspektiven zuordnen, noch den Bezug der Figuren untereinander. Ich bin nicht sicher, ob dieser „komplizierte“ Einstieg wirklich notwendig war. Mir hat es besser gefallen, als ich die Zusammenhänge verstanden hatte. Das Ende kam ziemlich abrupt, spricht eine Thematik an, die sicherlich noch ausführlicher aufgegriffen hätte werden können, aber es bleibt auf jeden Fall in Erinnerung und halt nach.

Fazit: Ein beklemmendes Szenario mit reichlich Brutalität bei dem es keinen Ausweg zu geben scheint.